Rheinland-Pfalz: PDS auf WASG Listen
Samstag, 19. November 2005

(Mainz) Kein eigenständiger Wahlkampf der Linkspartei
Die Linkspartei hält an ihrem Wahlbündnis mit der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 26. März 2006 fest. Das beschloss der Landesparteitag in Mainz mehrheitlich. 

Damit wurde ein Antrag des Kreisverbandes Alzey-Worms abgelehnt, doch einen eigenständigen Wahlkampf zu führen. Somit werden auch zukünftig Kandidaten der Linkspartei auf der Liste der WASG zur Wahl gestellt.

Vor der geheimen Abstimmung gab es erneut eine heftige Diskussion über das geplante Wahlbündnis. Einige der 70 Delegierten befürchteten bei dem Verzicht auf einen eigenen Auftritt einen Image- und damit einen Stimmverlust. "Nur unter dem Label der Linkspartei haben wir bei der Bundestagswahl mehr als fünf Prozent erzielt", sagte Antragsteller Claus-Dieter König. Die Landesvorsitzende Ulrike Stumm wies darauf hin, "dass das Linksbündnis begraben würde, wenn wir diesem Antrag zustimmen". Der Antrag bekam letztlich nur 16 von 70 Stimmen.

Wunsch nach "baldiger Fusion" bekräftigt

Stumms gleichgestellter Kollege, der Landesvorsitzende Michael Plum, kündigte in Mainz an, dass die Kandidaten der Linkspartei auch von dieser während des Wahlkampfs auf eigene Kosten beworben würden. Auf Plakaten mit den Köpfen der eigenen Kandidaten und dem Parteilogo werde die Linkspartei "für die Wahl der WASG werben", so Plum.

In einem Beschluss hat die Linkspartei den Wunsch nach einer "baldigen Fusion" mit der WASG bekräftigt. Die Linkspartei hat mehr als 400 Mitglieder in Rheinland-Pfalz, die WASG rund 700. Zur Bundestagswahl am 18. September hatte die Linkspartei ihre Liste für Kandidaten der WASG geöffnet. Das Bündnis bekam damit 5,6 Prozent der Stimmen und zog so in den Bundestag ein.

(Quelle: SWR Nachrichten 20.11.2005)