NRW WASG Parteitag in Dortmund 25./26.März 2006
Sonntag, 26. März 2006

Sabine Cremer und Oskar Lafontaine NRW WASG will gemeinsame linke Partei

Einem entsprechenden Antrag stimmten die Delegierten der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) am Samstag auf dem Landesparteitag in Dortmund zu. Die rund 150 Delegierten nahmen den Leitantrag des Landesvorstands "FÜR EINE PLURALISTISCHE PARTEI DER GESAMTEN LINKEN" mit breiter Mehrheit an. 

Zuvor hatte Oskar Lafontaine für die geplante Parteineugründung von WASG und Linkspartei geworben. "Nur wenn die neue Linke in Ost und West gleichermaßen fest verwurzelt ist, hat diese linke Partei eine Chance", sagte er. Eine gemeinsame deutschen Linkspartei werde sich für den Stopp der Privatisierungen von öffentlichem Eigentum und für ein Ende des Stellenabbaus im öffentlichen Dienst einsetzen.

Bei seiner Rede zeigte sich Oskar Lafontaine solidarisch mit den Streikenden im öffentlichen Dienst. Wer angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen in Deutschland ernsthaft noch längere Arbeitszeiten fordere, sei "nicht mehr normal im Kopf", sagte Lafontaine. Verärgert zeigte er sich über die steigenden Energiekosten und warb für eine staatliche Preisregulierung. Diese Forderung will er nun in den Bundestag einbringen. Zudem wolle die Linkspartei die Stellenabbau-Pläne der Telekom und die Zulassung von Hedge-Fonds dort zur Sprache bringen.
Die Mindestlohn Kampagne der Linksfraktion beginnt im Mai.