Linke erinnert an die Opfer rechten Terrors in Deutschland
Montag, 29. Juli 2019

Die Hinrichtung des Regierungspräsidenten Walter Lübke war kein Einzelfall und sicher nur die Spitze eines Eisberges rechten Terrors.

Seit der Wiedervereinigung zählt man knapp 300 Menschen, die aufgrund ihres Aussehens, ihres Geschlechts, ihrer vermuteten Herkunft, ihrer Sexualität oder ihrer politischen Überzeugung teils bestialisch abgeschlachtet und hingerichtet worden sind. Verantwortlich dafür sind rechte Schläger, rechte Kameradschaften, rechte Polizisten und viele Einzelpersonen, die sich von ihrem Hass und ihrer Verachtung leiten lassen. Mit der Aufdeckung des sogenannten NSU, wurde bekannt, wie vernetzt und schlagkräftig der rechte Terror mitten in unserer Gesellschaft angekommen ist. Die Enthüllungen der letzten Monate um Nazigruppen in der Bundeswehr und in der Polizei zeigen die Akzeptanz solch menschenverachtender Ideologien bis in die Strukturen dieses Staates hinein. Die Gruppe um „Hannibal“ und ihre Pläne für den sogenannten Tag X, ist nur eine von vielen.

Wir als Kreisverband sehen es als dringend notwendig an den Opfern diesen Terrors zu gedenken und ein Gesicht zu geben. Das Fenster unseres Büros bleibt bis auf weiteres sichtbarer Ort für alle Menschen, die von Nazis seit den 1990ern umgebracht worden sind.

Nazis sind kein historisches Phänomen, sondern ihre menschenverachtende Ideologie fordert bis zum heutigen Tag Opfer. Die Täter sind mitten unter uns.

Faschismus war noch nie eine Meinung - Faschismus war immer schon ein Verbrechen. Es darf kein Wegducken und kein Wegschauen geben, wenn die Rassisten mitten unter uns aktiv sind.

Kein Vergeben, kein Vergessen!

Das Fenster mit den Bildern der Opfer