CDU und SPD doppelt Schuld am niedrigen Einkommensniveau in der Stadt
Freitag, 15. September 2017

Prozentual betrachtet liegt Mönchengladbach bei der Einkommensentwicklung genau im Landesdurchschnitt. So stieg von 2014 zu 2015 das sogenannte Primäreinkommen um 2,2 % und das Verfügbare Einkommen um 2,4 %[1]. Das täuscht aber darüber hinweg, dass Mönchengladbach von einem sehr niedrigen Niveau kommt und im Vergleich der Städte vom Platz 236 im Jahr 2011 durchgereicht wurde auf Platz 301 im Jahr 2015, was die aktuell veröffentlichten Zahlen der Statistik NRW belegen. „Da diese Zahlen noch nicht mal Preisbereinigt sind, findet faktisch ein Kaufkraft Verlust statt. Und schlimmer noch, das niedrige Lohnniveau hat kleine Renten zur Folge“, erklärt der Direktkandidat Sebastian Merkens, „Damit kennen wir dann auch schon das Problem der Zukunft dieser Stadt: Altersarmut!“

Merkens kritisiert die Mehrheitsfraktionen von CDU und SPD im Rat, dass sie dieses Problem zwar erkannt haben, es aber nicht Lösen wollen: „Wenn mit 'MGplus – Wachsende Stadt' mehr finanzkräftige Personen angezogen werden sollen, dann wird zwar auf dem Papier die Einkommensentwicklung besser, aber damit wird gleichfalls verschleiert, dass die jetzigen Betroffenen noch immer zu wenig zum Leben haben.“

Doch auch Schwarz-Rot im Bund lässt Merkens nicht aus der Verantwortung: „Mönchengladbach hat mit Zalando und anderen Logistik-Unternehmen besonders viele Beschäftigte im Niedriglohn Sektor. Das ist auch von der lokalen Politik zu verantworten. Aber diese Dumping Löhne wurden durch die Hartz-Gesetze ermöglicht und von der jetzigen Regierung durch den viel zu niedrigen Mindestlohn unten gehalten.“

Deswegen wird DIE LINKE nicht müde die Antwort der Bundesregierung zu erwähnen, in der offen gesagt wird, dass bei einem durchschnittlichen Erwerbsleben der Lohn bei 11,54 Euro liegen muss um später eine Rente oberhalb der Armutsgrenze zu erhalten. „Würde der von uns geforderte Mindestlohn kommen, würde Mönchengladbach im besonderen davon profitieren“, sagt Merkens abschließend, „Der Kaufkraft Zuwachs würde zum großen Teil beim lokalen Einzelhandel landen und die zukünftigen Risiken der Altersarmut wären abgefedert.“


Quelle:

1: Information und Technik Nordrhein-Westfalen: "Primäreinkommen und verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in NRW"
Primäreinkommen: Einkommen aus Erwerbstätigkeit u. Vermögen
Verfügbare Einkommen: Einkommen, das für Konsum- u. Sparzwecke zur Verfügung steht