Rückfall in die energiepolitische Steinzeit
Mittwoch, 15. August 2012

PRESSEMITTEILUNG, Bochum, 15.08.2012, DIE LINKE. Nordrhein-Westfalen

Dreckschleuder Braunkohlekraftwerk: BoA Neurath ist Rückfall in die energiepolitische Steinzeit

Als Rückfall in die energiepolitische Steinzeit und schwere Belastung für die ohnehin bescheidenen Klimaschutzziele des Landes NRW bewertet Rüdiger Sagel, Landessprecher DIE LINKE. NRW, die heutige Inbetriebnahme des neuen RWE-Braunkohlekraftwerks in Neurath.

„Trotz aller Beteuerungen von RWE zur Modernität des Kraftwerks in Neurath wird die Anlage jährlich 16 Millionen t C0 2 zusätzlich ausstoßen und ist damit einer der größten Dreckschleudern Europas."
Deshalb unterstützt Die LINKE ausdrücklich die Proteste von BUND und Klima-Allianz Deutschland gegen die Inbetriebnahme des neuen Klimakillers und den Ausstieg aus der Braunkohleförderung und -verstromung.

„Während die Energiewende Zukunftsinvestitionen in erneuerbare Energien und hochflexible Gaskraftweke mit Kraft-Wärme-Kopplung als Brückentechnologie braucht, wird das Neurather Kraftwerk die Netze mit zusätzlicher Grundlast verstopfen und die Klimabilanz zusätzlich belasten,“ erklärt Sagel.

Die neue Anlage in Neurath ist ein Mahnmal für das kombinierte Versagen sowohl der SPD und Grünen Landesregierung wie auch von Markt und Politik insgesamt bei der ökologischen Gestaltung der Energiewende: Die Energieerzeugung bleibt den Profitinteressen des RWE überlassen, weil die Politik von CDU/FDP-Bundes- sowie der Landesregierung auf eine wirksame gesellschaftliche Planung der Energiewende verzichtet.

„Die Teilnahme von Hannelore Kraft, deren Landesregierung es nicht einmal gelingt, die längst überfälligen Zusagen des RWE zur Stillegung von Altanlagen durchzusetzen, kommt der Teilnahme an der praktischen Beerdigung für die langfristigen Klimaschutzziele des Landes gleich,“ fordert Sagel die Landesregierung zur Vorlage eines Konzepts für den Braunkohleausstieg auf.