Miliz verfolgt Ökoaktivisten
Dienstag, 2. März 2010

In einem Artikel in der taz vom 28.02.2010 berichtet Bernhard Clasen (DIE LINKE. MG) wie die russische Miliz Ökoaktivisten verfolg, die den Baikalsee vor Müll und Giftabfällen schützen wollen.

Der Baikalsee im Süden Sibiriens ist das größte Süßwasserreservoir der Erde, er ist der tiefste und mit 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Welt - und längst zum Weltnaturerbe ernannt. Die russische Regierung erlaubt nun, dass eine Papier- und Zellstofffabrik am Ufer des Baikalsees, die 2008 aus Umweltschutzgründen geschlossen wurde, wieder eröffnet wird.

Umweltaktivisten der "Ökologischen Baikalwelle" kämpfen dagegen - und werden von der Miliz verfolgt. Die Gruppe, in der nur Frauen mitarbeiten, hat sich immer wieder bei den örtlichen Behörden unbeliebt gemacht. Mehrfach hatte die Baikalwelle gegen den Import deutschen Atommülls aus der Urananreicherungsanlage Gronau protestiert, der in Angarsk am Baikalsee gelagert wird.
Schon Ende Januar hatten Beamte bei einer Razzia im Büro der "Baikalwelle" Computer beschlagnahmt, weil diese angeblich mit nicht lizenzierter Software laufe. Die meisten Computer sind nach wie vor im Besitz der Miliz. Die Arbeit ihrer Umweltgruppe sei paralysiert, fast die gesamte EDV-Anlage, einschließlich des Internet-Servers, befände sich noch bei der Miliz.

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