Sieg der Studierendenproteste
Mittwoch, 9. April 2008

Sieg der Studierendenproteste: Studiengebühren in Hessen werden abgeschafft.

LINKE solidarisch mit Protestierenden in Hamburg  - Grüne in Hamburg  nicht glaubwürdig. 

Der Studierendenverband Die Linke.SDS begrüßt den Antrag auf Abschaffung aller Studiengebühren durch die Mehrheit von LINKE, SPD und Grünen im hessischen Landtag und fordert die Hamburger Grünen auf, dem hessischen Beispiel zu folgen, statt mit der CDU nachgelagerte Studiengebühren einzuführen.

Janine Wissler von Die Linke.SDS und Abgeordnete der LINKEN sagte im hessischen Landtag: "10.000e Studierende, aber auch Schüler und Eltern sind auf die Straße gegangen für das Recht auf ein gebührenfreies Studium zu verteidigen. Wenn die Studiengebühren kippen, ist das nicht der Erfolg dreier Parlamentsparteien, sondern ein Erfolg der Studierendenbewegung und der Beharrlichkeit der Aktiven. Das wäre ein Signal für ganz Deutschland: In Hessen gibt es keine Auslese nach dem Geldbeutel der Eltern."

In Hamburg planen die Grünen dagegen mit der CDU nachgelagerte Studiengebühren von 375 Euro pro Semester einzuführen. "Die Grünen in Hamburg müssen ihren hessischen Kollegen folgen und ihre Entscheidung  zurücknehmen, gemeinsam mit der CDU Studiengebühren zu beschließen. Dies ist ein Schlag ins Gesicht aller Studierenden. Die Hamburger Grünen zeigen damit ihr wahres Gesicht: Grüne Bildung ist privat zu finanzieren." so Konstantin Bender, Mitglied im Bundesvorstand von Die Linke.SDS. 
Bender weiter: "Studierende stehen damit am Beginn ihres Arbeitslebens mit einem Schuldenberg da - aus BAföG und Gebühren. Auch nachgelagerte Gebühren sind unsozial und schrecken Studierende aus einkommensschwachen Familien vom Studium ab.  Deutschland ist Weltmeister der sozialen Auslese im Bildungssystem. Diese unsoziale Politik muss beendet werden, Studiengebühren abgeschafft und das BAföG ausgeweitet werden. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen."

Quelle: DIE LINKE. SDS Presseverteiler