Linkspartei für Fusion bis 2007
Montag, 24. Oktober 2005

Bisky setzt auf »Schwergewichte« Bartsch und Ramelow

Berlin (ND-Oertel). Die Linkspartei will mit ihrem Parteitag am 10. und 11. Dezember in Dresden den Fusionsprozess mit der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) einleiten. Der Parteitag nach der für die Linke erfolgreichen Bundestagswahl, so Linkspartei-Chef Lothar Bisky am Montag in Berlin, »soll die Tür zu einer neuen gesamtdeutschen Linken weit aufstoßen«. »Wir haben vor, die Hoffnungen der Wähler nicht zu enttäuschen«, erklärte Bisky. Vorgeschlagen werde den Parteitagsdelegierten eine Urabstimmung im Frühjahr 2006, damit der Zusammenschluss bis Juni 2007 zu Stande kommen und von unten wachsen könne. Der Vorstand der Linkspartei.PDS schlägt zudem in einer Rahmenvereinbarung vor, dass Linkspartei und WASG bei den bis zur Vereinigung anstehenden Wahlen nicht konkurrierend antreten.
Bisky teilte zugleich mit, dass der bisherige ND-Geschäftsführer Dietmar Bartsch, der zwischen 1997 und 2002 bereits PDS-Bundesgeschäftsführer war, dieses Amt in der Linkspartei wieder übernehmen und Wahlkampfchef und Fraktionsvize Bodo Ramelow sich schwerpunktmäßig um die Fusion mit der WASG kümmern soll. Er freue sich auf diese beiden »Schwergewichte« im Parteivorstand, betonte Bisky.