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Aufruf zur Demo gegen den "Hijab-Day" PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 22. Januar 2019

DIE LINKE. KV Mönchengladbach ruft zur Demonstration gegen den „Welt-Hijab-Tag“ am 2.2.2019 (Sa) um 14 Uhr an der Domplatte in Köln auf!

Im Jahr 2013 hat die aus Bangladesch stammende und mit ihren Eltern als Elfjährige in die USA eingewanderte Frau Nazma Khan den 1. Februar zum „Welt-Hijab-Tag“ ausgerufen. Islamische Organisationen und Staaten sowie Privatpersonen versuchen seither jedes Jahr an diesem Tag durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen Frauen zu ermutigen, den Hijab zu tragen und eine internationale Solidarität für den Hijab - und damit die dazugehörige, alle Lebensbereiche umfassende Lebensweise -   zu erreichen. In vielen Bereichen der Gesellschaft ist der Hijab bereits zum strukturellen Zwang geworden.

So wie wir als feministische und emanzipatorische Partei gegen ein Abtreibungsverbot durch christliche Fundamentalist*innen protestieren, richten wir uns gegen die Sexualisierung und Unterdrückung der Frau durch aufgedrängte Ganzkörper – und Gesichtsverschleierung!

Auch modernen Männern wird damit unrecht getan, denn ihnen wird unterstellt, sich und ihre sexuellen Bedürfnisse nicht kontrollieren zu können. Sie werden auf ihre sexuellen Triebe und Machtansprüche reduziert.

Damit richtet sich die LINKE nicht gegen den Islam als Religion, sondern betont und verteidigt jegliche Religionsfreiheit. Es wird sehr deutlich unterschieden zwischen einer beliebigen Religiosität, die im Einklang mit dem Grundgesetz ausgelebt wird, und auf der anderen Seite die Politisierung einer Religion durch Regierungen, Organisationen und Verbände, was dem säkularen Prinzip jedes modernen Staates widerspricht.

Es ist äußerst schlimm, dass sich einige Frauen und Feministinnen in Europa und Amerika an diesen frauenfeindlichen Projekten der saudischen Regierung und des islamistischen Regimes im Iran beteiligen, denn dadurch verharmlosen sie die islamistische Gewalt in den Ländern wie im Iran und Saudi-Arabien oder die Brutalität sowie die Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Taliban und des IS.

Gerade um Rassismus und Rechtsextremismus zu bekämpfen ist es notwendig, die Gleichberechtigung und die Menschenwürde der Frau zu verteidigen. Man kann sehr wohl beide menschenverachtende Bewegungen scharf verurteilen; gegen Rassismus und gegen religiösen Fundamentalismus sein und sich für Geschlechtergleichheit, Kleidungsfreiheit sowie für universelle Menschenrechte einsetzen.

Darum lehnen wir gemeinsam mit anderen linken, liberalen und säkularen Gruppen einen „Feiertag“, der das Instrument des politischen Islam zur Unterdrückung und Versklavung der Frau zelebriert, ab.

 
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