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Jugendliche informieren sich über Antisemitismus PDF Drucken E-Mail
Freitag, 10. November 2017

Pressemitteilung des Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend ['solid] NRW, eine Gruppe innerhalb des der Linkspartei nahe stehenden Jugendverbandes.

(Mönchengladbach) Über 25 überwiegend junge Personen informierten sich im Rahmen der Aktionswoche gegen Antisemitismus im Parteibüro der Partei DIE LINKE über Antisemitismus und Antizionismus.

Das Büro der Linken an der Hauptstraße 2 war am Donnerstag, dem 09.11 gut gefüllt. Viele Jugendliche, aber auch einige ältere Bürger waren anwesend, um sich Lena Rackwitz' (Freie Journalistin) und Ingolf Seidels (Projektleiter bei „Lernen aus Geschichte“) Vorträge über Antisemitismus anzuhören. Thematischer Schwerpunkt war Antizionismus, eine politische Agenda, welche gegen Israel gerichtet ist und oftmals judenfeindliche Ausmaße annimmt, sowie struktureller Antisemitismus in der (auch linken) Gesellschaft. Ingolf betont die Notwendigkeit, über Antizionismus aufzuklären, wie folgt: „Theoretisch sind Antizionismus und Antisemitismus nicht gleichzusetzen. In der Praxis jedoch gerät Antizionismus in der Linken allerdings zum judenfeindlichen Ressentiment mit dem das Existenzrecht Israels infrage gestellt wird um von deutscher Schuld und Verantwortung in der postnationalsozialistischen Gesellschaft abzulenken.“

Eingeladen hatte der Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend ['solid] NRW zu der Veranstaltung, eine Gruppe innerhalb des der Linkspartei nahe stehenden Jugendverbandes, welcher seinen Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Antisemitismus setzt. Sabri Gaaia, Mitorganisator äußert sich erfreut über die vielen Teilnehmer: „Ich finde es ist ein starkes Zeichen, dass sich doch so viele Jugendliche Gedanken über Politik machen und sich für eine Welt einsetzen, in der die Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden nicht mehr möglich ist.“

Im Anschluss an die Vorträge wurde diskutiert, welche Auswirkungen Antisemitismus und Antizionismus auf die Gesellschaft haben und wie man effektiv dagegen vor gehen kann. Lena berichtete auch von eigenen Erfahrungen mit antisemitisch motivierten Übergriffen. „2014 gab es eine Demonstation gegen den Krieg im nahen Osten, angemeldet von teilen der LINKEN. Ein antisemitischer Mob löste sich aus der Demonstration und bedrohte eine kleine israelsolidarische Demonstation. Es ging über Stunden und einige Teilnehmer*innen sind heute noch traumatisiert!“, sagte Lena Rackwitz an diesem Abend. Ein LAK Mitgleid erzählte von den körperlichen Angriffen bei einem Gründungstreffen des Arbeitskreises 2014 in Wuppertal und ergänzt: „Um so mehr freuen wir uns natürlich, dass heute alles friedlich war.“

 
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