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10 Jahre DIE LINKE – Geschichte und Geschichten PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 3. September 2017

DIE LINKE Mönchengladbach hatte Samstag (02.09.) ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert, ca. 100 Personen waren der Einladung gefolgt. Neben Speis und Trank gab es Politik und Kultur. Mit einem besonders kuriosen Geschenk gingen Genossen aus Neuss auf den von den Linken selbst umbenannten Rosa-Luxemburg-Platz ein.

In zahlreichen Redebeiträgen wurde die Gründung und 10 Jahre DIE LINKE, mal heiter, mal kritisch, resümiert. Hauptredner war Heinz Hillebrand aus Berlin, Bereichsleiter Politische Bildung. Hillebrand war damals Mitglied der Steuerungsgruppe, welche die Fusion beider Parteien auf den Weg brachte. Er skizzierte die Mühen des Vereinigungsprozesses zwischen der WASG und PDS. Es gab 2005 nach der Landtagswahl in NRW und den vorge­zogenen Neuwahlen des Bundestages erhebliche Vorbehalte auf beiden Seiten. Die WASG, die sich aufgrund der neoliberalen Politik unter Gerhard Schröder und den damit verbunden Hartz-Reformen 2004 gegründet hatte, sah die 'Nachfolgepartei der SED' sehr skeptisch. Die PDS hingegen wollte sich nicht von der WASG 'übernehmen' lassen, nach dem die DDR 15 Jahre zuvor gefühlt von der Bundesrepublik geschluckt wurde. Also machte man sich ab Sommer 2005 in Kommissionen auf einen harten Weg und begann die schwierigen Verhandlungen. Erstaunlich, dass es funktioniert hat. Damals hätten die meisten politischen Analysten nicht auf DIE LINKE gewettet.

Neben einer witzigen Filmcollage, die an die 10-jährige Geschichte vor Ort erinnerte, nutze der Bundestagskandidat Sebastian Merkens die Gelegenheit zu einer Rede. Merkens skizzierte in seiner Rede, wie er als politisch aktiver Mensch lange Abstand zu Parteien hielt und wie sich das beim Eintritt der Stadt zum Stärkungspakt änderte. Damals war einzig DIE LINKE bereit, vor den schweren Einschnitten, gerade im Bereich des Sozialen, zu warnen und sinnvolle Alternativen aufzuzeigen.

Ein witziges Geburtstagsgeschenk kam von Heiner und Swen Bäther vom Kreisverband Rhein-Kreis-Neuss. Damit der Rosa-Luxemburg-Platz etwas begrünt wird und richtig rote Beeren zum gemeinsamen Essen geerntet werden können, übergaben sie eine Johannisbeere-Pflanze. Doch da in dem Steinpflaster das Einbuddeln nicht einfach sein wird und die spätere Pflege auch gesichert sein muss, gab es noch Hammer und Sichel dazu.

In einer kleinen Gesprächsrunde mit Gründungsmitgliedern waren die ehemaligen WASG Mitglieder Sabine Cremer und Johannes Frommen sowie der von der 'freien Linken' bzw. APO stammende Torben Schultz anwesend, um den schwierigen Weg zur Partei DIE LINKE vor Ort zu reflektieren. Es war nicht einfach, da die WASG diesen Prozess nach den Landtagswahlen 2005 zunächst unter keinen Umständen wollte. Erst eine Veränderung der Mitgliederschaft brachte die alte Haltung zu Fall. Dann konnten die LiLO, PDS und WASG über das „Linke Forum“ die neue Partei auch in Mönchengladbach auf den Weg bringen. Die Gründung erfolgte am 22. August 2007. Auf die Frage des Moderators Reinhold Siegers, wo seht Ihr die LINKE in 10 Jahren, antworteten Cremer und Frommen: Natürlich in allen westdeutschen Landtagen und erhoffen sich eine neue Kultur der Solidarität. Schultz betonte, dass Politik nicht nur in den Parlamenten stattfinden darf, sondern immer auch auf der Straße mit den Menschen.

Die Feier war natürlich auch ein Fest der Gespräche, zum einen mit den zahlreichen Mitgliedern anderer Parteien (Bündnisgrüne, SPD und 'Die PARTEI' waren der Einladung gefolgt), zum anderen mit den vielen Sympathisant*innen der Linken. DIE LINKE geht durch die gelungene Feier gestärkt in die letzten Wochen des Bundestagswahlkampfes.

 
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