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Augen auf beim Volksbegehren zu G9 – es geht um mehr als das! PDF Drucken E-Mail
Freitag, 3. Februar 2017

In NRW ist gerade das Volksbegehren „G9 jetzt“ gestartet und auch in Mönchengladbach können die BürgerInnen in den Meldestellen dafür Unterschreiben. DIE LINKE Mönchengladbach warnt davor, dass derzeit dieses Volksbegehren auf die Abschaffung des sogenannten „Turbo-Abi“ (G8) und die Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren (inklusive Grundschulzeit) reduziert wird. „Wer aber den vorgeschlagenen Gesetzestext genau ließt, weiß dass die Wiedereinführung von G9 kostenneutral erfolgen soll“, sagt der Landtags-Direktkandidat Torben Schultz, „Dafür steht eine Reduzierung der Wochenstunden von 188 auf 180 aller Schulformen in der Sekundarstufe I im Text des Volksbegehren. Das ist also faktisch eine Stärkung der Gymnasien auf kosten aller anderen Schulen und somit auch indirekt die Verabschiedung vom Ganztag.“

Belegt wird dies auch in der Kostenabschätzung der Initiative selbst, dort steht: „Dieses Gesetz verursacht keine Kosten – im Gegenteil, durch den Wegfall der höheren Stundenzahlen entstehen Einsparungseffekte.“
Für DIE LINKE ist aber klar, dass mehr in Bildung investiert werden muss und nicht noch weniger.

Generell fordert DIE LINKE „Eine Schule für Alle“ in der längeres gemeinsames lernen möglich ist und sich Kinder nicht schon nach der vierten Klasse entscheiden müssen welchen Schulabschluss sie machen werden. Dieses an skandinavischen Modellen ausgerichtete Schulsystem wurde ähnlich und mit großem Erfolg an der Laborschule Bielefeld angewandt. Um diese Schulform einzuführen will DIE LINKE vorübergehend ein Zwei-Säulen-Modell aus Gesamtschule und Gymnasien.

„Gerade in Mönchengladbach erleben wir jedes Jahr 300 bis 500 Ablehnungen an den Gesamtschulen“, sagt Schultz, „Es ist also ein dringend nötiger Schritt schnell die Gesamtschulplätze zu erhöhen. Und das selbstverständlich als Ganztagsschule. So sehr ich also die Rückkehr zu G9 befürworte, so wenig kann ich dieses Volksbegehren unterschreiben. Statt die dringend nötige Reform anzustoßen, würde meine Unterschrift nur zu einem Schritt zurück führen.“

Deswegen macht DIE LINKE Mönchengladbach noch mal deutlich:
„Wir verstehen den Wunsch vieler für G9 zu Unterschreiben, doch wer das tut muss sich bewusst sein gleichzeitig für Kürzungen im Bildungsbereich und gegen die Gesamtschulen zu unterschreiben. Dies sehen auch die Stadtschulpflegschaften Bonn (Dr. Ulrich Meier), Duisburg (Dr. Christina Herold) und Köln (Reinhold Goss) so, deren Positionspapier wir mit dieser Pressemitteilung verschickt haben.“

 
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