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Regenbogenschleifen werben für Respekt PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 11. Mai 2016

In den Medien sind "schwul" oder "lesbisch" sein keine Schreckgespenster mehr und trotzdem ist "schwule Sau" auf den Schulhöfen ein noch zu oft gehörtes Schimpfwort. Doch damit nicht genug erfährt die gleichgeschlechtliche Liebe auch bei Erwachsenen negative Resonanz, derzeit besonders deutlich durch entsprechende Kommentare aus der AfD und ihres Umfelds zu merken. So bezeichnete Björn Höcke Gender-Mainstreaming als "Geisteskrankheit", Beatrix von Storch nannte es eine "politische Geschlechtsumwandlung". Und trotz der alltäglichen Diskriminierung der Homosexuellen scheint dies nur der Eisberg zu sein, denn Menschen die bisexuell, transsexuell, transgender oder intersexuell sind, stoßen auf noch viel gravierendere Probleme.

Deswegen ist der seit 2005 jährlich am 17.05. begangene "Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie" wichtig! Die AG Queer der Linken Mönchengladbach wird dieses Jahr auf der Hindenburgstraße 175 Regenbogenschleifen verteilen. Weltweit wird es an diesem Tag Aktionen geben, deren gemeinsames Ziel es ist, Respekt gegenüber Lesben, Schwulen und Transmenschen einzufordern.

Das Datum wurde als Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an welchem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Zugleich ergeben sich in der Schreibweise zufällige Parallelen zwischen dem Datum 17.05. und dem ehemaligen Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches, welcher Homosexualität in der Bundesrepublik Deutschland noch bis 1969 unter Strafe stellte.

Yonca Ilbayi, Sprecherin der Queer AG Mönchengladbach, ist sich bewusst, welch steiniger Weg noch vor der Queer-Community liegt, doch benennt sie auch in welche Richtung es gehen muss: "Es fängt mit der Bildungs- und Aufklärungsarbeit an Schulen an, darf aber dann nicht in Ausbildung und Studium aufhören. Nur als ein Beispiel erscheint mir Homosexualität in Pflegeeinrichtungen noch immer als eine ausgeblendete Realität. Und in Mönchengladbach gibt es nicht ein queeres Jugendzentrum. Ich sage Schluss mit der Heteronorm, der müssen wir solidarisch entgegenwirken!"

 
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