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Karstadt: Klare Kritik an Karstadt Führungsebene! PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 12. Mai 2015

Die Schließung der Karstadt Filiale in Rheydt ist noch nicht vom Konzern selber bestätigt, trotzdem ist die Veröffentlichung des Handelsblatt keine gute Nachricht. „Unsere Solidarität gilt den Beschäftigten, die in all den Jahren der Ungewissheit und der vielen Rettungsversuche mit Lohn- und Sozialleistungsverzicht ihren Teil zu einem Möglichen Erhalt beigetragen haben“, sagt Hartmut Wessels vom Kreisvorstand und erinnert daran, dass auch die Stadt mit einem Verzicht auf Gewerbesteuer helfend eingegriffen hat, „Aber die wechselnden Spekulanten an der Spitze des Konzerns haben das Unternehmen vor die Wand gefahren. Schlimmer noch, sie haben es in Teilen zu ihrem eigenen Vorteil ausgesaugt. Büßen dafür sollen mal wieder die abhängig Beschäftigten.“

Dabei erinnert DIE LINKE besonders daran, dass Herr Berggruen den Konzern für 1 Euro kaufte und so die Schenkungssteuer sparte. Weiter kaufte er für etwa 5 Millionen Euro die Markenrechte. In den Konzern wurde seit dem kein einziger Euro investiert. Dafür kassierte Berggruen alleine im Jahr 2012 von Karstadt 9 Millionen Euro für die Nutzung der Markenrechte. „Solche Unternehmer dürfen keine Partner sein, egal ob es jetzt doch noch um die Rettung der Karstadt Filiale geht, oder um eine Anschlussverwendung des Gebäudes“, stellt Wessels klar.

Sorgen bereitet der Linksfraktion allerdings auch, dass die Verwaltung mit der Anmietung der Büroräume im Vitus-Center und dem kommenden Raumkonzept dem Rheydter Einzelhandel in den Rücken fällt. „Es wird ja sehr deutlich vom 'Frequenzbringer' für die untere Hindenburgstraße gesprochen. Es muss jetzt in aller Deutlichkeit klar gemacht werden, dass diese 'Frequenz' nur durch eine Konzentration der verschiedenen Verwaltungsbereiche entsteht, die schon in dem Bezirk Nord liegen. Aber leider scheint die Verwaltung ja damit zu liebäugeln, auch die 'Frequenz-Bringenden' Verwaltungsbereiche aus Rheydt ins Vitus-Center zu ziehen“, befürchtet Wessels, „Damit wird das falsche Zeichen für Rheydt gegeben. Hier muss auch die GroKo nun klare Ansagen machen.“

Kritisch sieht DIE LINKE die nun bekanntgewordenen Pläne der EWMG die Immobilie zu kaufen. „Der schlechte Zustand führt zu weiteren noch nicht kalkulierbaren Folgekosten“, sagt Wessels, „Also werden die Steuerzahlenden das berappen müssen, was über Jahrzehnte von Besitzern und Investoren nicht investiert, sondern aus dem Konzern gezogen wurde. Doch neben dem Finanziellen ist für uns auch das Konzept fraglich. Die Flächenreduzierung würde sicher nur durch Verzicht auf einzelne Abteilungen verwirklicht werden können. Aber ein Kaufhaus ohne Haushaltswaren? Oder ohne Sport? Oder soll die Spielwarenabteilung eingestampft werden? All das wissen wir nicht, aber es klingt für uns nicht nach einer Dauerhaften Rettung, sondern nach einem Abschied auf Raten.“

 
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