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NRW benötigt Konzept statt Castor-Transporte aus Jülich PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 9. Juli 2014

Am 02.07.14 erließ das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde die Räumung der 152 Castoren im Forschungszentrum Jülich (FZJ). Bis zum 30.09.14 muss das FZJ ein entsprechendes Konzept vorlegen. Nachdem im Frühjahr 2014 noch die Rede davon war, dass die Lagergenehmigung bis 2016 verlängert würde, heißt es jetzt plötzlich als Begründung für diese „Schnellschussanordnung“, dass die Erdbebensicherheit nicht ausreichend erforscht sei.

Mögliche Zielorte für die hochradioaktiven Brennelementekugeln sind das nordrhein-westfälische Ahaus, dessen Lagergenehmigung aber bereits in 2034 ausläuft und das Militärgelände „Savanna River“ in South Carolina,USA. Diese Variante mit den inbegriffenen Kosten für die Erforschung der Wiederaufbereitung von Brennelementekugeln, der Endlagerung usw. würde den deutschen Steuerzahler mindestens 450 Millionen Euro kosten.

Sollten die „Castoren rollen“, wäre die Region Mönchengladbach betroffen. Die Bevölkerung und die Umwelt wären diesen hochriskanten, radioaktiven Transporten ausgeliefert.

Zu diesem jahrelangen „hin und her“ um die Jülicher Castoren gibt es eine weitere beängstigende Meldung: die Atommüll-Konditionierungsanlage, GNS in Duisburg, soll frühzeitig wegen nicht ausreichender Auslastung in 2019 geschlossen werden. Das Forschungszentrum Jülich wird als möglicher neuer Konditionierungsstandort in Betracht gezogen, wodurch es zusätzlich zum Zwischenlager würde.

Die Fraktion DIE LINKE. im Rat der Stadt Mönchengladbach hatte sich bereits in der vergangenen Legislaturperiode immer dafür eingesetzt, dass das radioaktive Material im FZJ in einer noch zu bauenden, geeigneten Halle zwischengelagert wird, bis ein geeignetes Endlager vorhanden ist. Die Sicherheit der Bevölkerung und der Umwelt stehen an erster Stelle. Dafür setzt sich auch die neu gewählte Fraktion weiterhin ein.

Zum kurzfristig einberufenen Treffen von AntiAKW-Initiativen aus NRW und ausgestrahlt.de am kommenden Sonntag, 13.07.14, in Düsseldorf entsendet Die LINKE. die neu gewählte, parteilose Stellvertreterin des Umweltausschusses, Silvia Gutermuth, um die jüngsten Entwicklungen zum FZJ zu erörtern und geeignete Reaktionen, bzw. Aktionen zu planen.

Frau Gutermuth sagt zu diesen sich widersprechenden Informationen „ Wie kann einerseits die Räumung des radioaktiven Mülls wegen nicht ausreichend bestätigter Erdbebensicherheit gefordert werden und andererseits kommt das FZJ als zukünftige Atommüll-Konditionierungsanlage mit einer noch zu bauenden Zwischenlagermöglichkeit in Betracht? Ist die Erdbebensicherheit in diesem Fall nicht mehr wichtig?“

Die Fraktion DIE LINKE. fordert das Forschungszentrum Jülich und die Landesregierung von NRW auf, ein Konzept zu entwickeln, das den Verbleib des Atommülls in Jülich ermöglicht, bis es ein geeignetes Endlager geben wird.

 
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