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Insolvenz St. Vith – Falsches Spiel mit den Angestellten? PDF Drucken E-Mail
Freitag, 9. Mai 2014

Persönliche Pressemitteilung - Mario Bocks – Bezirksvertreter DIE LINKE. Mönchengladbach-Nord

Die gehobene Bürgerschaft in Mönchengladbach bezeichnet die alt ehrwürdige Gaststätte St. Vith (erstmalig erwähnt 1537) als „erstes Haus am Platz“. Wer als Gast nach Mönchengladbach kommt, wird im Herzen der Stadt dieses gelbe Gebäude mitsamt ihrer Geschichte nicht übersehen können. Natürlich kommt es im Laufe der Historie selbstverständlich zu Pächterwechseln, dass bleibt nicht aus. Vor Wochen berichtete die lokale Presse von der Insolvenz des jetzigen Pächters und des vorläufigen Weiterbestehens des Lokals. Man könnte daher im ersten Moment daraus schließen, dass der bisherige Pächter es nicht geschafft hat, diese Lokalität zu unterhalten. Dem ist aber nicht so! Bereits der Wechsel des Vorgängers zu dem jetzigen Pächter war überschattet von sehr seltsamen Entscheidungen des in Insolvenz gegangenen Vertragspartners Gebrüder Berger. Dieser Vertragspartner ist im Übrigen gleich bedeutend mit dem Eigentümer der Immobilie.

Nichtsdestotrotz hat der vom Gericht eingesetzte Insolvenzverwalter in einer ersten Stellungnahme die Weiterführung des Geschäftsbetriebes veranlasst und eine definitive Zusage für die Mitarbeiter der Gaststätte gegeben, sie bis zu einer endgültigen Entscheidung weiter zu beschäftigen. Zurzeit ist die Gaststätte auch in Betrieb, nur warten die Angestellten bereits seit März auf ihren Lohn! Dies ist und kann nicht Sinn einer Entscheidung mit dem Beschluss zur Weiterführung der Gaststätte sein.

Mario Bocks, Bezirksvertreter in Mönchengladbach-Nord, ist enttäuscht über diesen Umgang mit dieser Gaststätte in seinem Bezirk. „Unser Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers hat zu Recht die „Schätze“ in unserem Bezirk angesprochen, die es zu entdecken und zu bewahren gilt. Das St. Vith ist einer dieser Schätze und eigentlich ist es ein Trauerspiel, was da gerade zurzeit passiert. Anscheinend passt den Eigentümern das Gesicht des bisherigen Pächters nicht, weil er sich nicht in der Lage sieht, weitere Pachterhöhungen an der Grenze des Unzumutbaren zu akzeptieren, noch werden die Mitarbeiter entgegen der Zusicherung weiter bezahlt. Der insolvent gegangene Lieferant Gebrüder Berger kann doch nicht wirklich glauben, dass durch unrealistische Pachtforderungen hier eventuelle Forderungen beglichen werden können. Das ist hanebüchen. Aber anscheinend ist bereits ein anderer Partner für das St. Vith in Sicht, der solche überzogene Forderungen akzeptieren würde. Das ist ein unwürdiger Vorgang mit den Menschen, welche dieses Gasthaus nun betreiben“, sagt Bocks.

Als Bezirksvertreter mahnt Bocks, der selber 23 Jahre in der Gastronomie gearbeitet hat,  an, dass man nicht ständig Menschen auswechselt nur weil andere bereit sind, ein „paar Euro mehr“ zu bezahlen. „Tradition muss hier eindeutig vor Profit stehen. Verträge müssen Bestand haben. Die Pacht ist doch jetzt schon nicht mehr rational. Dasselbe Spiel gab es schon mit dem Vorpächter. Ich weiß dass dies keine politische Sache ist, aber als Bezirksvertreter kann man das nicht unkommentiert stehen lassen. Ich fordere daher zumindest den Insolvenzverwalter auf, sofort die ausstehenden Gehälter der Mitarbeiter zu bezahlen. Das St. Vith ist ein Schatz in unserem Bezirk, den es zu bewahren gilt “, schließt Bocks sein Statement.

 
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