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Verstärktes „Werben fürs Sterben“ in Mönchengladbach PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 20. März 2014

Die Bundeswehr okkupiert deutsche Schulen - Verstärktes „Werben fürs Sterben“ in Mönchengladbach

Auf einer kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei musste die Bundesregierung nun die Quartalstermine der Bundeswehr für das „Werben fürs Sterben“ rausgeben. Auch Mönchengladbach ist mit fünf Terminen im 2. Quartal wieder mit dabei. Weiter auffällig neben der Penetranz der Werbeaktionen der Bundeswehr ist die Steigerung der Anwesenheit nicht nur in Schulen selber, sondern das diese Reklamen nun auch verstärkt im Unterricht selbst sattfinden. Von insgesamt 130 Vorträgen in Schulen finden über die Hälfte direkt im Unterricht statt. 72 Vorträge! Auch in der Realschule Volksgarten findet am 21.05.2014 ein solcher Vortrag im Unterricht statt.

DIE LINKE weist daher die Eltern darauf hin, dass Kinder an diesem kriegstreibenden Vortrag nicht teilnehmen müssen. Ein weiterer Skandal ist für die Ratsfraktion, dass bereits ab der 8. Klasse solche Vorträge gehalten werden. In dieser Stufe sind Schülerinnen und Schüler noch in der Entwicklungsphase und daher leicht zu manipulieren. DIE LINKE. befürchtet aus diesem Grund, dass das Werben der Bundeswehr durch die Betonung der Aspekte Technik, Sport und Spaß hier besonders manipulativ wirken könnte.
„Die Ausbildung der Bundeswehr richtet sich auf das gezielte Töten von Menschen aus. Das hat mit Sport oder Spaß (!) nun überhaupt nichts zu tun. Wir finden es unsäglich, dass bereits 15 bis 16 Jährige mit diesem menschenverachtenden Ausbildungsziel angefixt werden müssen. Diese Vorträge dienen nicht der Informationspflicht, sondern einzig und alleine der Reklame“, sagt der Oberbürgermeisterkandidat der LINKEn, Torben Schultz.

„Die Bundeswehr muss raus aus den Schulen! Sie hat dort nichts zu suchen. Der Schattenbericht Kindersoldaten 2013 von terre des hommes und UNICEF schreibt hier, und ich zitiere wortwörtlich: ‚Darin wird ausführlich dargestellt, welche Defizite es bei der deutschen Umsetzung menschenrechtlicher Verpflichtungen gegenüber Kindern gibt. So rekrutiert die Bundeswehr entgegen der Aufforderung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes beispielsweise noch immer minderjährige Freiwillige. ‘ Das bedeutet nichts anderes als das Werben um Kindersoldaten. Die Okkupation der Schulräume durch die Bundeswehr ist grundgesetzwidrig und eine Verletzung von UN-Recht“, ergänzt Mario Bocks, Kandidat der Linkspartei für den Stadtrat.

Weitere Termine der Bundeswehr sind u.a. der „Tag der Uniformen“ (13.05.) oder die Job und Bildungsmesse (04.06.). „Tag der Uniformen“ hört sich verdächtig nach „Tag der Untertanen“ an. Ich hoffe sehr, dass sich immer mehr Schulleiterinnen und Schulleiter gegen eine Vereinnahmung der Klassenräume durch die Bundeswehr zu wehr setzen. Da anscheinend das Credo „Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen“ meint, wir brauchen mehr Soldaten als Kanonenfutter, können wir nur dazu auffordern, sich der Propaganda- und Werbestrategie der Bundeswehr durch versagen der Teilnahme an solchen „Veranstaltungen“ zu entziehen“, schließt Schultz seine Ausführung.

DIE LINKE. Mönchengladbach appelliert daher an die Eltern, ihre Kinder von solchen Veranstaltungen frei zu stellen und fordert die Bundeswehr auf, ihr „Werben fürs Sterben“ aus den Schulen zu verbannen.

Die Antwort auf die genannte Anfrage im Bundestag finden sie hier:
http://dokumente.linksfraktion.net/mdb/BuWe_Reklame_II_2014.pdf

 
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