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Arbeitsmarkt 2013: Weniger geschönt und gar nicht schön PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 8. Januar 2014

Im Bund bleibt die offizielle Arbeitslosigkeit etwa bei 2,8 Millionen stehen, also gibt es im Dezember 2013 weder eine bedeutende Veränderung zum Vormonat, noch zum Vorjahr. In Mönchengladbach sieht das allerdings anders aus, hier ist binnen eines Jahres die Arbeitslosenzahl von knapp 14.000 auf knapp 15.000 angestiegen. Diese unschöne Entwicklung wird aber auf das ganze Jahr gesehen relativiert, denn Torben Schultz vom Kreisvorstand der Linken hat wie schon die Monate zuvor die tatsächliche Arbeitslosenzahl ausgerechnet. „Die Zahl der durch die Statistik nicht erfassten Arbeitslosen hat abgenommen, so dass wir in Mönchengladbach sowohl im Dezember 2012 als auch im Dezember 2013 eine tatsächliche Arbeitslosigkeit von rund 19.000 Menschen haben“, erklärt Schultz, „Doch auch wenn weniger geschönt wird, so ist die Stagnation gar nicht schön.“

Besonders unerfreulich ist für Schultz die weiterhin hohe Zahl der über 58 jährigen Menschen, die nicht von der offiziellen Arbeitslosenstatistik erfasst werden. „Erst fallen sie aus der Statistik und sind so nicht mehr für die Öffentlichkeit sichtbar, und dann wenige Jahre später müssen sie mit 63 auch noch Frührente beantragen und somit hohe Abschläge in Kauf nehmen“, meint Schultz und weist auf die eindeutige Gesetzeslage hin: „Wer Hartz IV bezieht, ist verpflichtet, mit 63 Jahren eine vorgezogene Altersrente zu beantragen. Ausnahmen gibt es nur wenige und die Höhe der zu erwartenden Altersrente wird nicht geprüft. So schaffen wir uns wissentlich Altersarmut nur um die Arbeitslosenzahlen etwas aufzuhübschen.“

Genauso beängstigend findet Schultz den Bereich „Aktivierung und berufliche Eingliederung“ zu dem auch die Vermittlung durch private Arbeitsvermittler zählt. „Im Dezember 2012 waren das 351 Menschen, zum Jahresende 2013 ist diese Zahl auf 510 angestiegen“, erklärt Schultz, der schon mehrfach vor einem Outsourcing der Arbeitslosen warnte, „Gerade der Trend bei 'Aktivierung & Eingliederung' lässt sich im Bundesdurchschnitt so nicht nachweisen, hier handelt es sich klar um eine mönchengladbacher Eigenart. Und in der Summe nehmen wir so den älteren Arbeitslosen das Geld weg, um es dann privaten Arbeitsvermittlern in den Rachen zu schmeißen.“

Vertiefende Informationen zu dieser Pressemitteilung:

Tatsächliche Arbeitslosen Zahlen für Mönchengladbach, NRW und das Bundesgebiet 12/2013

Tatsächliche Arbeitslosen Zahlen für Mönchengladbach, NRW und das Bundesgebiet 12/2012

Die Zahl der von der Statistik nicht erfassten Arbeitslosen (Münchhausen Index) sank vor allem im ersten Halbjahr, dies zeigt z.B. der Halbjahreswert

Weiteres zum Problem der Frühverrentung von Hartz IV EmpfängerInnen

 
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