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Dr. Busso Diekamp – Ein Glücksfall für die Stadt Mönchengladbach PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 17. Dezember 2013

„Ich war nie in einer Partei. Die von der CDU haben immer geglaubt, ich wäre in der SPD – die von der SPD ich wäre in der FDP und die von der FDP ich wäre in der SPD“, erzählt der Jubilar und ehemalige Kulturdezernent der Stadt Mönchengladbach, Dr. Busso Diekamp, zu seinem 85. Geburtstag, der auf Einladung des Museumsvereins Mönchengladbach im Museum Abteiberg stattfand. In den Laudationen zu Ehren Dr. Diekamps wurde deutlich, welch großen Anteil er an der Entstehung des Museums Abteiberg hatte. In Zusammenarbeit mit Herrn Overlack, Joseph Beuys und Johannes Cladden wurde mit der Planung bereits 1967 begonnen, wobei die Entscheidung, sich für den bis dahin unbekannten Architekten Hans Hollein zu entscheiden, sich im nach hinein als ein Glücksfall für die Stadt Mönchengladbach heraus stellte. Das 1982 fertig gestellte Museum ist mittlerweile weltbekannt und für die Architektur des Gebäudes bekam Hans Hollein 1983  den Deutschen Architekturpreis.  Zwei Jahre später erhielt er als siebter Architekt der Welt den Pritzker-Preis, der gern als „Nobelpreis der Architektur” apostrophiert wird.

Sehr erfrischend war auch die harsche Kritik von Dr. Diekamp an den heutigen „kapitalistischen Zuständen und Preisen in der gegenwärtigen Kunst“ und die Tatsache, dass die Stadt nun anstelle des ehemaligen Stadttheaters in Mönchengladbach ein „Konsumkaufhaus“ dort hinstelle. Auch die errechnete Vorgabe des Landes NRW, das städtische Haushalte 5 % ihres Gesamtetats in Kultur zu investieren habe und das bereits in den 60ern und 70ern nicht eingehalten wurde (3,7 %), thematisierte Diekamp. Weiter wies er daraufhin, das seit 1994 noch nicht mal mehr das Budget für Kultur erhöht wurde und dies mittlerweile fast zu einer Halbierung des in den 70ger Jahren noch investierten 3,7 % des Gesamthaushaltes geführt hat. Die aktuellen Zahlen des Etats 2014 mit knapp 2% bestätigen diese Aussage. Der kulturpolitische Sprecher der Linkspartei, Mario Bocks, auch Mitglied im Kuratorium der Kunststiftung Museum Abteiberg und dem Museumsverein Mönchengladbach, zeigte sich ob der Rede des ehemaligen Kulturdezernenten hocherfreut. „Er hat in seiner Dankesrede unbewusst unsere gesamte Argumentation bezüglich des katastrophalen Kulturverständnisses und der Konsum-Vorrang-Haltung für diese Stadt dargelegt. Da können wir also nicht ganz so falsch mit unserer Kritik liegen. Gerade bezüglich des Konsumtempels HDZ. Dieser Mann ist ein Glücksfall für unsere Stadt gewesen. Ohne ihn gäbe es weder das Museum Abteiberg in der heutigen Form, noch den Museumsverein, dem er 41 Jahre bis 2010 noch vorstand“, erzählt Bocks.

DIE LINKE. Mönchengladbach schließt sich mit großer Freude den Glückwünschen zu Ehren des 85. Geburtstages von Dr. Busso Diekamp an.

 
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