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Trend zum Outsourcing von Arbeitslosen? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 30. Oktober 2013

Passend zur Herbstsonne wird im Bund verkündet, dass erstmals 42 Mio. Deutsche Arbeit haben. Und Passend dazu legt das Jobcenter die Zahlen für Mönchengladbach vor, in denen erneut die Arbeitslosigkeit minimal um 127 Personen gesunken ist. „Kein Grund zur Freude“, meint Torben Schultz, der für DIE LINKE nachgerechnet hat. Demnach ist die Arbeitslosigkeit in Mönchengladbach nur um 103 Personen gesunken. „Jede/r Arbeitslose weniger ist gut, vor allem für die Betroffenen selbst. Arbeitslosigkeit ist eine immense Belastung und kein Ausruhen in der Sozialen-Hängematte“, sagt Schultz, „Doch dürfen wir uns nicht blenden lassen, wieder wurden in unserer Stadt 21,51% Arbeitslose mit statistischen Tricks raus gerechnet. Im Bund ist es mit 23,10% noch schlimmer.“

Für Mönchengladbach fällt diesen Monat besonders auf, dass der Anteil an „Fremdförderung“ erneut deutlich gestiegen ist, dieser lag schon alle Monate zuvor deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Und auch der Bereich „Aktivierung und berufliche Eingliederung“, zu dem zum Beispiel die Vermittlung durch Dritte gehört, ist von 486 auf 551 Personen angewachsen. Auf gleichbleibend Hohen Niveau bleibt der Bereich der nicht Mitgezählten Arbeitslosen, die Älter als 58 Jahre sind und dabei ALG I und/oder ALG II beziehen.

„Die Bereiche 'Fremdförderung' und 'Aktivierung/Eingliederung' werden vom Jobcenter an Dritte, zum nicht geringen Teil auch an Private, abgegeben“, erklärt Schultz, „Es lässt sich also im Mönchengladbach weiterhin ein Trend zum Outsourcing, wenn nicht gar zur Privatisierung, der Arbeitslosigkeit erkennen. Dies widerspricht dem Grundgedanken der Hartz IV Gesetze, die Behörden und Hilfestellen zusammenführen wollten. Jetzt wird für viel Geld wieder aufgeteilt, aber verdienen tun daran einige wenige, die Betroffenen Arbeitslosen bleiben hilflos zurück und fallen im Zahlenwerk ganz unter den Tisch.“

Die von der Linken errechnete tatsächliche Arbeitslosigkeit in Mönchengladbach finden sie hier.

Aus den Erklärungen der Arbeitsagentur:
Fremdförderung: Nicht bei der Bundesagentur für Arbeit erfasste Förderungen (z. B. Integrationskurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)
Aktivierung und berufliche Eingliederung: Beauftragung von Arbeitgebern oder Trägern, um Ausbildungsuchenden, von Arbeitslosigkeit bedrohten Arbeitsuchenden und Arbeitslosen zielgerichtete Unterstützungsangebote zu unterbreiten.

 
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