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57,9 Millionen Euro für Lohnaufstockung in Mönchengladbach PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 29. August 2013

Wie schon in den Vormonaten hat sich DIE LINKE die Arbeitsmarktzahlen für Mönchengladbach genau angeschaut. Diesmal wurde nicht nur die tatsächliche Arbeitslosenzahl errechnet, sondern es wurden besonders die Zahlen der AufstockerInnen betrachtet. So kam heraus, dass Niedriglöhne in der Stadt die SteuerzahlerInnen rund 57,9 Millionen Euro kosten. DIE LINKE sieht sich aufgrund dieser Zahlen in ihrer Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn bestätigt.

Die Arbeitslosenzahlen der Arbeitsagentur für August 2013 belegen wieder, dass mit legalen statistischen Tricks den MönchengladbacherInnen 4.086 Arbeitslose verschwiegen werden. Somit wird ähnlich wie in Bund und Land den Bürgerinnen nur ein Fünftel der Wahrheit gesagt. Es fallen kranke Arbeitslose genauso unter den Tisch, wie Menschen mit 'Ein-Euro-Jobs', Weiterbildungsmaßnahmen oder die durch private Arbeitsvermittler betreut werden. Doch all diese Menschen suchen eine Arbeit, deswegen nennt DIE LINKE den Anteil der unterschlagenen Zahlen den 'Münchhausen-Index'.

Noch beunruhigender sind die Zahlen zu Niedriglöhnen, die die Linksfraktion im Bundestag von der Bundesagentur für Arbeit bekam. So bezogen 6188 Beschäftigte in Mönchengladbach im März diesen Jahres neben ihrem Lohn ergänzende Hartz IV-Leistungen. Frauen machten 53% Prozent der Betroffenen aus.
Niedriglöhne in Mönchengladbach werden dabei durch ergänzende Hartz IV-Leistungen mit Millionenbeträgen aufgestockt. Allein im Jahr 2010 (neue Daten liegen seitens der Bundesagentur nicht vor) wurden in Mönchengladbach 57.867.404 Euro Aufstockerleistungen gezahlt. Es gab 5.458 Haushalte, in denen ein/e ArbeitnehmerIn arbeitete, die zugleich Arbeitslosengeld II erhielt. Davon waren 1.399 Vollzeitbeschäftigte.

„Wir dürfen Niedriglöhne nicht weiter über Steuergelder subventionieren“, fordert Torben Schultz vom Kreisvorstand, „Nur mit einem gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro können wir endlich Schluss mit den Billigjobs machen. Wer nicht mal in Vollzeitbeschäftigung von seinem Gehalt leben kann, wird später in der Rente erst recht auf Transfairleistungen des Staates angewiesen sein. Somit wird die Bundestagswahl nicht nur zu einer Volksabstimmung über gute Arbeit und gute Löhne, sondern es geht auch um die Lösung des Rentenproblems.“


Quelle der Zahlen

Die tatsächliche Arbeitslosenzahl ist aus den Zahlen der Arbeitsagentur berechnet und hier aufbereitet abzurufen. In dem PDF finden sie genauere Angaben zu den einzelnen Quellen:
http://www.die-linke-mg.de/MuenchhausenIndex_2013_08/nrw_mg_2013_8_muenchhausenindex.pdf

Die Zahlen zu Niedriglöhnen entstammen einer Anfrage der Linksfraktion, die hier aufbereitet zur Verfügung stehen:
http://www.die-linke-mg.de/MuenchhausenIndex_2013_08/Tabelle1_Zahl_Aufstocker.pdf
http://www.die-linke-mg.de/MuenchhausenIndex_2013_08/Tabelle2_Aufstockergelder.pdf

 
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