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Ökologisch und wirtschaftlich falsch! PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 24. Juli 2013

Die Studierenden der Hochschule Niederrhein sollen wie alle Studierenden in NRW für das Semesterticket tiefer in die Tasche greifen. Dass der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in den Verhandlungen eine Preiserhöhung von 43 Prozent angekündigt hat, ist für Ratsherr Bernhard Clasen ein völlig falsches Zeichen: „Ökologisch ist es völlig falsch so an der Preisschraube für den umweltfreundlichen ÖPNV zu drehen und für den VRR dürfte es auch wirtschaftlich ein Risiko bergen. Jetzt sicher fließendes Geld könnte wegbrechen, wenn die Studierenden entscheiden aus dem Semesterticket auszusteigen. Und nachdem die nun gerade veröffentlichten BAFöG Zahlen zeigen, dass Studierende immer weniger Geld bekommen, ist der Ausstieg nicht ausgeschlossen.“

Der VRR begründet die Preiserhöhung mit einer Fehlkalkulation. Bei Einführung des Semestertickets sei davon ausgegangen worden, dass etwa ein Drittel das Ticket nutzt. Nun ist nach 22 Jahren aufgefallen, dass etwa zwei Drittel das Ticket nutzen. „Wer so argumentiert, hat noch nie einen Bus von innen gesehen“, meint Clasen, „Der VRR setzt ja wegen der höheren Nutzung keinen einzigen Zug oder Bus mehr ein, also haben sie auch keine höheren Kosten. Selbst wenn das Semesterticket jetzt eingestampft würde, müsste der VRR sein Angebot nahezu identisch aufrecht erhalten, hätte also auch keinen Cent in den Betriebskosten gespart. Nur die jetzigen Einnahmen des Semestertickets würden dann fehlen.“

Verwundert zeigt sich Clasen auch über den verkehrspolitischen Sprecher der Grünen im Landtag, Arndt Klocke. Dieser lehnt zwar die schlagartige Erhöhung ab, spricht sich aber für eine Preisanpassung in Etappen aus, um die Versäumnisse der letzten 22 Jahre nachzuholen. „ÖPNV ist immer ein Zuschussgeschäft, aber es sichert das Grundrecht auf Mobilität. Weiter kommt uns der ganze motorisierte Individualverkehr viel teurer und er schadet der Umwelt und der Gesundheit“, sagt Clasen, „Warum die Grünen nun gerade die Studierenden schröpfen wollen ist unverständlich.“

Für DIE LINKE Mönchengladbach ist klar: das Semesterticket ist ein Erfolgsmodell für einen sozialen und ökologischen Verkehr. Und weil es so erfolgreich ist, sollte es auf andere Gruppen wie Firmen, Behörden und Hartz IV EmpfängerInnen ausgeweitet werden. Dies aber zu einem fairen Preis, und der wäre bei einer 43 prozentigen Preiserhöhung nicht mehr gegeben. „Doch solange die Steuerzahler Bundeswehreinsätze im Ausland bezahlen, wird keine Regierung an einen günstigen Nahverkehr denken“, so Bernhard Clasen.

 
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