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Manager fordern Mindestlohn – was würde es Mönchengladbach bringen? PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 16. Juli 2013

Eine Forsa-Umfrage für das „Handelsblatt“ brachte jetzt ans Licht, dass knapp 60 % der deutschen Manager einen gesetzlichen Mindestlohn befürworten. Dabei halten die Befürworter durchschnittlich einen Mindestlohn von 8,88 Euro je Stunde für angemessen. Und dabei werden keine negativen Folgen für das eigene Unternehmen befürchtet. „Zudem haben wir seit kurzem die Zahlen der Pestel-Studie, die einen Mindestlohn in Zusammenhang zur Kaufkraft stellt“, sagt Ratsherr Bernhard Clasen, „Somit können wir doch mal überlegen, was ein Mindestlohn Mönchengladbach bringen würde!“

Laut der  Pestel-Studie, die von 8,50 Euro Mindestlohn ausging, würde in NRW die Kaufkraft pro Jahr und Einwohner um 190 Euro steigen. Für Mönchengladbach liegt dieser Wert höher und zwar zwischen 260,- und 300,- Euro. „Wir wollen gar nicht gleich die ganze Summe dem Mönchengladbacher Einzelhandel versprechen, das wären ja über 60 Millionen Euro. Aber ein großer Teil würde schon hier umgesetzt werden und nicht nur die UnternehmerInnen erfreuen, sondern auch über die Gewerbesteuer die Stadtkasse“, meint Clasen und lenkt gleich das Augenmerk noch auf etwas viel wichtigeres: „Laut Handelsblatt stellen die Manager selber ein zunehmendes soziales Gefälle in Deutschland fest. Wenn schon die Profiteure das so klar benennen, dann ist es doch an der Zeit zu handeln! Viele Beschäftigte im Handel arbeiten für weniger als 7 Euro pro Stunde. Wir müssen nicht nur Schluss machen mit diesen Niedriglöhnen, sondern auch mit Werkverträgen, befristeter Beschäftigung und Leiharbeit. Dadurch sind die Menschen ständiger Unsicherheit und Willkür ausgesetzt.“

Abschließend verweist Clasen darauf, dass SPD und Grüne über die Hartz IV Gesetze genau diese Spirale nach unten in Gang gesetzt haben. „Schon damals hat DIE LINKE einen gesetzlichen Mindestlohn gefordert und wurde von vielen belächelt. Aber heute überholen sogar die Manager Rot-Grün und fordern mehr Mindestlohn, weil es gut ist für Deutschland. DIE LINKE fordert seit Jahren 10 Euro Mindestlohn und wir sind uns sicher, schon bald werden sich wieder alle unseren Forderungen anschließen. Da sehe ich etwas sehr positives drin, denn DIE LINKE wirkt. Schade ist nur, dass wir jedes mal erneut so lange gegen Windmühlen kämpfen müssen.“

 
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