Home arrow DIE LINKE. MG arrow Pressemitteilungen arrow Damit gleich auch endlich gleich heißt

DIE LINKE. MG

So erreichen Sie uns

Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach

Montag und Dienstag
14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Donnerstag und Freitag
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Montag und Freitag ist Sozialberatung

Weiterer Kontakt hier

Suche

Damit gleich auch endlich gleich heißt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 16. Mai 2013

Zum morgigen internationalen Tag gegen Homophobie (17.5.) fordert DIE LINKE Mönchengladbach die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben endlich umzusetzen. „Da Homophobie leider noch in der Gesellschaft verankert ist, reicht es nicht, sich auf EU- und Bundesgesetze zu verlassen“, erklärt Ratsherr Bernhard Clasen, „Auch vor Ort gilt es zu handeln. Da ist es einer der wichtigsten Punkte, schon bei der Bildung anzusetzen. Deswegen hat die Linksfraktion eine entsprechende Anfrage zu den in Mönchengladbach verwendeten Schulbüchern gestellt.“

Grund hierfür sind zwei voneinander unabhängige Studien, die vor einem Jahr veröffentlicht wurden, wie in Schulbüchern Homophobie gefördert wird. So kritisierte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in der Studie „Geschlechterkonstruktionen und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans und Inter* (LSBTI) in Schulbüchern“ zum Beispiel das Biologiebuch „Lindner Biologie I“. Dort taucht Homosexualität außer in einem Artikel zum Thema sexueller Gewalt, in dem über einen Jungen berichtet wird, der von einem Mann entführt und missbraucht wurde, nicht auf.

In der Studie heißt es dazu: „Homosexualität wird also ausschließlich negativ besetzt, indem sie mit Gewalt in Verbindung gebracht wird, nicht neutral oder positiv mit sexueller Identität oder Liebe. Diese Darstellung in einem Schulbuch aus dem Jahr 2011 ist als äußerst diskriminierend zu beurteilen und sollte dringend geändert werden.“

Ähnliche Beispiele listete auch das Autonome Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln in ihrer Studie auf. Deswegen stellte die Linksfraktion eine Anfrage an die Verwaltung, ob sichergestellt ist, dass in den in Mönchengladbach verwendeten Schulbüchern das Thema Homosexualität ohne Falschdarstellungen behandelt wird.

Für DIE LINKE ist es wichtig, diese latente Homophobie aus den Köpfen der Bevölkerung zu bekommen und somit auch schon bei der Erziehung wichtige Zeichen zu setzen.

Erst 1994 wurde der §175 StGB abgeschafft und damit das bis zu dem Zeitpunkt letzte Sondergesetz, dass ausschließlich für Homosexuelle galt. Alsbald schafften SPD und Grüne 2001 mit der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ ein neues Sondergesetz.

„Dies ist für viele homosexuelle Paare erst mal ein Vorteil und damit ein Schritt in die richtige Richtung“, dokumentiert Tanja Reitmeier vom SprecherInnen Rat, „trotzdem ist eine solche Sonderregelung keine Gleichstellung. Und auch in der noch immer andauernden Diskussion wird deutlich, wie in einigen Köpfen Unterschiede gemacht werden. Dennoch haben wir Homosexuelle in den letzten Jahren viel erreicht und werden vom Großteil der Bevölkerung als gleichberechtigt angesehen“, freut sie sich. „So ist es umso wichtiger, diese Gleichstellung politisch in weiteren rechtlichen sowie auch finanziellen Fragen umzusetzen, da Homosexualität somit offiziell keine Randgruppe mehr darstellen kann, wie sie in manchen Köpfen noch immer vorherrscht.“

Am Freitag Abend wird vor dem Büro der Linken auf der Hauptstraße 2 ab 18:00 Uhr mit einer Luftballonaktion ein buntes Zeichen gegen Homophobie gesetzt. Alle BürgerInnen sind herzlich eingeladen dabei mitzumachen und danach mit Gesprächen und Getränken in das Pfingstwochenende zu starten.

 
< zurück   weiter >