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22,4% in Mönchengladbach arbeiten zu Niedriglöhnen PDF Drucken E-Mail
Montag, 29. April 2013

22,4 Prozent der Beschäftigten in Mönchengladbach arbeiten zu Niedriglöhnen
DIE LINKE. fordert Mindestlohn von 10 Euro

Zahlen lügen nicht. Die Bundesagentur für Arbeit hat nun die Zahlen zu den Beschäftigten im Niedriglohnsektor für die einzelnen Städte ermittelt und herausgegeben. Für die Stadt Mönchengladbach dürften diese Zahlen ein Schock sein, denn 22,4% der Beschäftigten sind demnach im Niedriglohnsektor angestellt oder werden dementsprechend entlohnt.

„Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte in Mönchengladbach mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde ist längst überfällig“, erklärt Mario Bocks (Bezirksvertreter Nord und für die Sozialberatung der Partei zuständig). Laut einer Anfrage der Fraktion der LINKEN im Bundestag bei der Bundesagentur für Arbeit liegt in Mönchengladbach der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die lediglich einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle erhalten, bei 22,4 Prozent. Das sind in Mönchengladbach 13.918  vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Davon bekommen 2.614 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil in der Regel ihr Lohn nicht zum Leben reicht.
In Anbetracht dieser Zahlen fordert Bocks weiter: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich gestoppt werden. Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die Steuerzahler würden entlastet.“

Peter Behr, IG-Metall Gewerkschaftler und im SprecherInnenrat DIE LINKE, ergänzt: „Fast 20% der im Niedriglohn arbeitenden Menschen in Vollzeit beziehen Leistungen nach dem SGB II. Das ist schlicht und ergreifend ein Skandal. Wir freuen uns auch, dass der DGB unserer Forderung nach einem Mindestlohn nachkommt, aber der Gewerkschaftsvorschlag von 8,50 € kann dabei nur der Anfang hin zu einem Mindestlohn von mindestens 10 € sein.“

Daher unterstützt DIE LINKE. auch die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai dieses Jahres nach neuen Regelungen für gute Arbeit. Insbesondere den Beschäftigten im Einzelhandel versicherte DIE LINKE ihre Solidarität und praktische Unterstützung in den kommenden Wochen. Die Verkäuferinnen und Verkäufer kämpfen im Einzelhandel zurzeit für eine Erhöhung der Löhne und wollen die Angriffe der Arbeitgeber auf bestehende Regelungen zu Urlaub, Arbeitszeit und Zuschläge abwehren.

 
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