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HDZ-Betreiber Mfi steht vor Verkauf – Wird die Stadt über den Tisch gezogen PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 28. April 2013

Bitte beachten sie, dass dieser Pressemitteilung eine Veröffentlichung der Bürgerzeitung Mönchengladbach voraus ging.

Erleben die Verantwortlichen der Stadt Mönchengladbach mit den ‚Mönchengladbach-Arkaden‘ eine ähnliche Situation wie es den ‚Düsseldorf-Arkaden‘ in Bilk passiert ist? Dort kaufte der kanadische Investor Ivanhoe Cambrigde das Projekt noch vor Fertigstellung der Arkaden in Bilk und auf wundersamer Weise erhöhte sich die Verkaufsflächenzahl von 22.968 Quadratmeter nun auf 36.183 Quadratmeter. Passiert nun ähnliches in Mönchengladbach? Hier ist der Investor zwar ein anderer, nämlich Unibail Rodamco (U-R), aber deren Geschäftsmodell-Auslegung ihrer Einkaufszentren sehen eine Verkaufsfläche nicht unter 40.000 qm vor. Auch in Städten mit weniger als 1 Million Einwohner. Bereits im Vorfeld der von den Medien berichteten Übernahme von Mfi durch die französische U-R versuchte Mfi, die Verkaufsfläche des HDZ durch einen Antrag an die Stadt zu erweitern. Trotz klarer Absprache. Noch dreister allerdings war die Reaktion des Noch-Vorstandes von Mfi auf die Ablehnung. Man warf der Stadt Mönchengladbach Wettbewerbsverzerrung vor. Geschah das bereits auf Weisung des neuen Anteilseigners der Mfi?

Eine weitere Merkwürdigkeit in den Plänen des Mfi ist die unglaubliche Ausweisung von 27% an Nebenflächen. Zu diesen gehören in der Regel Aufenthaltsräume und Mitarbeitertoiletten, so dass der Anteil der Nebenfläche normalerweise 5% beträgt. Bereits bei einem Nebenflächenanteil von 10% erhöht sich die Verkaufsfläche von 26.000 qm auf 31.860 qm. So wurden zum Beispiel bei den Düsseldorf-Arkaden mehr als 13.000 qm als unzulässige Verkaufsflächen abgezogen. Hierbei werden dann Kassenzonen,  Ladeneinrichtungen, Schaufenster oder Lager nicht zu den Verkaufsflächen gezählt, was der Düsseldorfer Center-Experte Peter Fuhrmann  „einen gigantischen Betrug“ nennt. Eine weitere mögliche Trickserei, um die Verkaufsflächen zu vergrößern, nennt man in der Objekt-Entwicklerbranche die „Dünenwand“. Hierbei werden Trennwände zur Flächenbegrenzung erstmals wie vereinbart bei Bauabnahme aufgestellt, um dann im Nachhinein zwischen Verkaufsfläche und Lagerräumen verschoben zu werden.     

„Wir haben bereits im Vorfeld auf bestimmte Unstimmigkeiten bezüglich des HDZ hingewiesen, aber wenn man sich nun die Geschichte der Düsseldorf-Arkaden (bis zum Verkauf ebenfalls Mfi) anschaut und dann sieht, das hier anscheinend mit einer unglaublichen Prozentzahl an Nebenfläche getrickst wird, nämlich 27%, dann können wir den Verantwortlichen der Stadt nur raten, hier besonders aufzupassen. Die in den Medien veröffentlichten Sorgen aus unserer Nachbarstadt Viersen, aber auch dem hiesigen Einzelhandel, sind mehr als verständlich“, sagt der für den Bezirk Nord in Mönchengladbach zuständige Vertreter der Partei DIE LINKE, Mario Bocks.

Auch Ratsherr und Bundestagskandidat Bernhard Clasen meint dazu: „Es wird immer offensichtlicher, das die Entscheidung pro HDZ zu übereilt getroffen wurde. Wenn jetzt auch noch der neue Investor nachverhandeln will, was sein gutes Recht ist, dann ist die Stadt gezwungen darauf zumindest zu reagieren. Wenn dann auch noch bei der geplanten Übernahme 2014 das Gebäude bereits steht, dann ist die Stadt vor vollendeten Tatsachen mit nur minimalen Möglichkeiten gestellt, hier zu reagieren.“

DIE LINKE. Mönchengladbach erwartet von dem jetzigen Investor Mfi eine klare Stellungnahme zu den Übernahmeabsichten von U-R und eine Zusage an die eingegangenen vertraglichen Bestimmungen bezüglich der Verkaufsflächengröße der geplanten Konsumfabrik.

 
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