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Mönchengladbach plant Olympiabewerbung, U-Bahn-Bau & Hafen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 7. Februar 2013

Karneval macht kreativ:

Bereits vor zwei Jahren konnte die Stadt Mönchengladbach mit ungewöhnlichen Zahlen und Aktivitäten zum Karnevalsbeginn am 11.11.2011 aufwarten, wurde doch just an diesem einprägsamen Datum um 11:11 Uhr mit einer Arbeitslosenquote von 11,1 % die einprägsamste 11er-Reihe in der Geschichte der Stadt verkündet. Der verschossene Elfmeter von Lothar Matthäus im Pokalfinale 1984 gegen Bayern hat es übrigens nicht in die Aufnahme der einprägsamsten 11er-Reihe-Ereignisse geschafft. Das aber nur zur Information für die Statistiker nebenher.

Jetzt, zwei Jahre später, scheint in der Stadt Mönchengladbach wieder der kreative Drang zu Historischem erneut aufzuflammen. Das natürlich wieder zur Karnevalszeit. Wann sonst? Überlegungen machen nun die Runde, sich für die olympischen Herbstspiele (Mittelding zwischen Sommer- und Winterolympiade) 2022 zu bewerben und damit einhergehend auch die jahrhunderte langen Überlegungen zum Bau einer dringendst  benötigten U-Bahn wieder hervorzukramen. Im wahrsten Sinne des Wortes, musste doch der Baudezernent zur Auffindung dieser prähistorischen Baupläne das Alte Zeughaus vom Keller bis zum Zapfhahn der Theke durchsuchen respektive durch trinken. Übrigens mit erstaunlichen Ergebnissen. So teilte uns der Baudezernent mit: „Neben den U-Bahnplänen haben wir auch Planüberlegungen zum Hafenbau in Mönchengladbach gefunden. Hansestadt Mönchengladbach – das wäre doch was! Die Queen Elisabeth II im Mönchengladbacher Hafen und anschließend dann in der Altstadt. Die Werbemöglichkeiten für uns wären unvorstellbar. Eine Kreuzfahrt bis zum St. Vith läge dann im Bereich des Machbaren. Aber erst müssen wir mal Olympia und U-Bahn bewältigen.“

Der Vorschlag des Stadtkämmerers, schon mal vorab eine Kreuzfahrtroutenerhebungssteuer für die Bürgerinnen und Bürger zu verwirklichen, wurde allerdings nach diversen Weinrunden im Zeughaus abgelehnt, da man befürchtete, das könnte dann arme Piraten auf den Plan rufen. Selbige haben übrigens nun ein Patent auf das Spiel „Schiffe kapern“, in Anlehnung an das beliebte und bekannte Spiel „Schiffe versenken“, angemeldet. Dazu ließ die Piratenzentrale vermelden: „Wenn wir keine Parlamente und Ratshäuser mehr entern können, dann werden wir wieder ein Weisband knüpfen und von hinten anfangen zu ponadern“.

Enttäuscht zeigte sich nur der Bezirksvorsteher Nord, weil sein Motto für den Bezirk Nord, „Schätze heben“ ob der ganzen Diskussion um Piraten, Schiffe, Kapern, Mönchengladbach und mehr, eine deutlich andere Bedeutung bekommen hätte.

Gerüchten zufolge das die Stadt hinter der Brücke, Rheydt, von der Bewerbung ausgeschlossen werden sollte, konnten nicht bestätigt werden. Die Stadt brauche schließlich auch für das Synchronschwimmen oder dem Bambini-Curling-Wettstreit geeignete Orte wie das Pahlkebad oder das Karl-Sasserath-Stadion (ehemals Spö), teilte die Zugleitung der Stadtverwaltung im durchaus glaubhaften Ton mit.

Weiter teilte die Verwaltung mit, dass man bereits jetzt, also 2013, mit der Erprobung der U-Bahnstrecke für Mönchengladbach anfange. Die geplante Streckenführung ist daher identisch mit dem Weg des Veilchendienstagszugs. Wir möchten sehen, wo eine mögliche U-Bahntrasse verlaufen könnte und da bietet sich natürlich d’r Zoch an, da sich ja auch hier immer wieder massenweise Leute verlaufen. Das sind praxisnahe Bedingungen, wie sie eine U-Bahntrasse ebenfalls vorfinden wird. Ob die Menschen nun mit der Flasche Bier unter erschwerten Alkohol-Einflüssen und straßenverwirrenden Hinweisschildern den Zug oder die U-Bahn verpassen werden, kann hier realitätsfern getestet werden, ohne das wir dafür ein Gutachten er- und bestellen müssten, worauf hin der Umweltausschuss ob seiner Übergehung lautstark protestierte und der Vergabeausschuss erst mal erleichtert aufatmete.

Probleme sieht die Verwaltung allerdings noch bei der Suche nach Namen für die U-Bahnhaltestellen. Die Vorschläge, U-Bahnhöfe nach den Fraktionsvorsitzenden der im Rat der Stadt Mönchengladbach sitzenden Parteien zu benennen, stießen fast einhellig auf Ablehnung. Nur Bündnis 90/ Die Grünen konnten sich einen Karl-Sasserath-Bahnhof vorstellen. Daher ruft nun die Stadt ihre Bürgerinnen und Bürger auf, Vorschläge zu machen. Bis Aschermittwoch um 08:00 Uhr werden noch Vorschläge angenommen.

Am Aschermittwoch dann werden alle eingegangenen Vorschläge bei der Hoppeditz-Abschiedsprozession mit selbigem Protagonisten verbrannt und die Planungen werden dann vorübergehend bis zur nächsten Session zurückgestellt. Wir sind schon jetzt gespannt, ob wir dann mit der Hanse- oder Hafenstadt Mönchengladbach aufwarten können. Der Kulturbeauftragte freut sich jedenfalls schon darauf, demnächst statt mit Bussen dann mit Gondeln die Hindenburgstraße runter  schippern zu können, die dann natürlich keine Bus- und Arkadenbaustraße mehr wäre, sondern eine Wasserstraße. Die IHK Mönchengladbach teilte bereits mit, dass man ab Frühling 2014 den Ausbildungsberuf „Gondoliere“ anbieten würde, um so einer Vereinnahmung dieses Berufszweiges durch 1 € Jobbern zuvor zukommen. Eine Stellungnahme der Jobcenter steht noch aus.

Zusammenfassend erklärten die Ampelgestalten der Rat der Stadt Mönchengladbach, das man sich hier weiter beraten werde und es durchaus möglich sei, eine Entschlussfassung in den nächsten Rats- bzw. Veilchendienstagszug zu schieben. Also – alles wie immer!

Der
Kulturbeauftragte

 
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