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Stadtverwaltung bevormundet Schulausschuss und greift Ergebnis bei Elternbefragung vor PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 23. Oktober 2012

Auf der Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses vom 12. September 2012 wurde eine Elternbefragung zur möglichen Einführung einer Sekundarschule beschlossen. DIE LINKE. Mönchengladbach hatte eine solche Befragung bereits im Vorfeld des Beschlusses gefordert, um den Elternwillen in dieser Frage zu erkunden. Das Ergebnis des nun vorliegenden Musterentwurfes des Elternbriefes und der Elternbefragung ist an Überheblichkeit und an Missachtung der Elternschaft nicht zu überbieten und lässt darüber hinaus den Schul- und Bildungsausschuss wie einen Befehlsempfänger der Verwaltung aussehen.

Johannes Frommen, Mitglied des Schulausschusses und Mario Bocks, Bezirksvertreter Nord, zeigten sich über den Entwurf des Elternbriefes empört. Sie bemängeln konkret, dass in den ersten drei Abschnitten völlig unzureichend über diese mögliche Schulform für Mönchengladbach informiert wird und monieren weiter, das die im Schulgesetz angeführten neuen Lern- und Förderungsmöglichkeiten der Sekundarschulen komplett fehlen. Dazu sagt Johannes Frommen: „Man merkt hier deutlich, wie ungewollt die Befragung der Eltern hier umgesetzt wird. Dazu droht man den Eltern geradezu damit, dass bei einem Votum für die Sekundarschule Realschulen und Hauptschulen geschlossen werden müssten. Obwohl wir grundsätzlich für eine Veränderung im Schulwesen sind, die auch eine Aufgabe von Haupt- und Realschulen beinhaltet, so ist dieses Drohszenario schlicht unakzeptabel und wird wohl kaum zu einer objektiven Bewertung führen.“

Im letzten Abschnitt des einleitenden Elternbriefes zur Befragung hagelt es dann förmlich von negativen Konnotationen. Es beginnt mit einer Feststellung, dass eine 7. Gesamtschule schon mal überhaupt nicht in Frage käme, weil man negative Auswirkungen hinsichtlich eines Überangebotes an Sekunda II Plätzen befürchtet und abschließend macht dann die Verwaltung definitiv klar, dass der Ausgang der Elternbefragung egal sei, da man „ Auch für den Fall, dass die Umfrage die Einrichtung eines zusätzlichen Gymnasiums oder einer zusätzlichen Realschule nahe legen würde, der Schulausschuss einen solchen Weg nicht beschreiten“ würde.

Mario Bocks kann darüber nur ungläubig staunen: „Mal abgesehen davon, das jedes Jahr fast 40 % der Gesamtschulanmeldungen nicht berücksichtigt werden und daher eine 7. und sogar 8. Gesamtschule selbstverständlich möglich wären, ist es eine Unverschämtheit, den Eltern dreist ins Gesicht zu sagen, „ist doch egal wie Ihr abstimmt, wir ändern sowieso nichts“ und des Weiteren frage ich mich natürlich, wie die Verwaltung dazu kommt, dem Schulausschuss vorzuschreiben, welchen Weg er gefälligst zu gehen hat um damit den kompletten Ausschuss zu willfährigen Empfängern von Verwaltungsanordnungen zu degradieren. Anscheinend muss die Verwaltung lernen, das sie gefälligst die Vorgaben aus den Beschlüssen der Politik umzusetzen hat und nicht umgekehrt.

DIE LINKE. fordert daher die Verwaltung unmissverständlich auf, die jetzige Mustervorlage in den Mülleimer zu entsorgen und einen, gemäß den Beschlüssen aus der Politik geforderten, themenbezogenen und erklärenden Entwurf mitsamt einer neutralen Elternbefragung vorzulegen.

 
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