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Bundeswehr an Schulen - Ein erster, mutloser Schritt … PDF Drucken E-Mail
Samstag, 13. Oktober 2012

Ein erster, mutloser Schritt …
… der dann auch noch in Mönchengladbach vergessen wurde?

Die rot-grüne Landesregierung hat seit August diesen Jahres eine geänderte Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr. Ziel sollte es sein die Gleichheit in den Darstellungsmöglichkeiten der Bundeswehr und der Friedensbewegung an Schulen herzustellen. Für DIE LINKE Mönchengladbach ist dies aber zum einen nur ein erster, mutloser Schritt und zum anderen wird kritisiert, dass Ende September dieser neue Beschluss nicht in Mönchengladbach umgesetzt wurde.

Die neue Kooperationsvereinbarung sieht vor, dass Schulvorträge von Bundeswehroffizieren nur noch dann erlaubt werden, wenn Friedensinitiativen gleichberechtigt zu Wort kommen. „Mit der Kooperationsvereinbarung wird Rot-Grün nicht mal den Forderungen ihrer eigenen Parteien gerecht“, so Torben Schultz vom SprecherInnenrat, „Denn in NRW fordern die Landesdelegierten der Grünen genauso wie die JUSOS, die Bundeswehr ganz aus den Schulen raus zuhalten. Und das ist auch unser Motto: 'Kein werben fürs sterben!'“

Weiter weist Schultz darauf hin, dass die unterschiedlichen Möglichkeiten der steuerfinanzierten Bundeswehr und der vorrangig ehrenamtlich organisierten Friedensbewegung nicht berücksichtigt werden. „Bei so ungleichen Akteuren, können wir so keine Gleichberechtigung schaffen. Die einen kommen mit einer teuren Adventure-Camp Werbekampagne und dem Image des Jugendmagazin Bravo an die Pulte, während die anderen einen Tag Urlaub opfern um mit Worten zu überzeugen“, meint Schultz, „Deswegen bleibt nur, die Bundeswehr ganz aus den Schulen und Arbeitsämtern zu verbannen.“

Doch neben der Kritik am neuen Abkommen, fragt sich DIE LINKE auch, ob dies vielleicht gar nicht für Mönchengladbach gelte? Zumindest durfte die Bundeswehr noch vom 20. bis zum 22. September bei der  Berufsinformationsbörse „Beruf Konkret 2012“ werben, ohne dass eine Friedensorganisation gleichberechtigt anwesend war. „Die dreitägige Veranstaltung fand im  Berufskolleg am Platz der Republik statt und richtete sich klar an SchülerInnen. Also auch wenn es sich nicht um Unterrichtsstunden handelt, so ist es klar eine Veranstaltung an einer Schule“, so Schultz weiter, „Und als Veranstalter treten die Stadt Mönchengladbach, das Arbeitsamt und auch das Berufskolleg selber auf. Wenn die Bundeswehr schon nicht ganz ausgeladen wird, so hätte zumindest für die Einhaltung der neu verordneten Gleichheit zwischen völkerrechtswidrigen Kriegsteilnehmern und Friedensaktivisten gesorgt werden müssen.“

DIE LINKE. Mönchengladbach fordert daher die Stadt Mönchengladbach auf, diese Verordnung der Landesregierung zukünftig zu beachten und appelliert an alle Eltern, die ihre Kinder in humanistischer und friedlicher Absicht und Motivation erziehen, sie bei weiteren Besuchen von Bundeswehrclaqueuren an Schulen aus dem Unterricht zu nehmen bzw. ihren Kindern zu erlauben, einem solchen Besuch nicht beizuwohnen.


Beachten sie ggf. auch unsere vorherige Pressemitteilung zur Bundeswehr auf der Informationsveranstaltung Beruf Konkret

 
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