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Bombenplan - Von der Schlecker-Kasse an die Front! PDF Drucken E-Mail
Freitag, 17. August 2012

„Da wird der Taliban aber staunen, wenn er ohne Quittung für seine Munition vor so einer gestanden Schlecker-Frau steht!“  Mario Bocks

Nach der Schlecker-Pleite, auch in Mönchengladbach wurden sechs Filialen geschlossen, und der Entlassung der 25.000 Mitarbeiterinnen, für die in den Medien der Begriff „Schlecker-Frauen“ kreiert wurde, setzt die schwarz-gelbe Regierung nun nach der Weigerung, einen Übergangsfonds für die Entlassenen zur Abmilderung der sozialen Folgen bereitzustellen, noch eine unglaublichere und menschenverachtende Aktion drauf. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales startet nun im Auftrag von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen die Kampagne „Schlecker-Frauen an die Front“.

Die Idee dahinter: Die entlassenen Frauen sollen sich zum Dienst an der Waffe melden und eine Karriere als Soldatinnen angehen. Sozusagen von der Schlecker Kasse an den Hindukusch respektive an die Front. Wie die Ministerin letzte Woche in Berlin mitteilte, werde ihre Kampagne von der Bundeswehr ausdrücklich unterstützt. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker sagte der Arbeitsministerin bedingungslose Unterstützung für dieses Vorhaben zu.

DIE LINKE. Mönchengladbach hält diesen Vorschlag nicht nur für unakzeptabel, sondern sieht ihn darüber hinaus auch aus der gesamtgesellschaftlichen Sicht als Zynismus pur an. Peter Behr, IG-Metall-Gewerkschafter und Mitglied im SprecherInnen-Rat der Partei DIE LINKE, schüttelt ungläubig den Kopf: „Das nenne ich mal eine Verbesserung für die entlassenen Frauen und Mütter. Vom Niedriglohn-Sektor in prekärer Beschäftigung hin zum Kanonenfutter für die Bundeswehr. Da fragt man sich doch wirklich, ob die Verantwortlichen für solchen Unsinn die Gehirne in den Ministerien und Kasernen gelassen haben. Warum unterstützt man nicht die Pläne von den „Schlecker-Frauen“, Genossenschaften zu gründen um die geschlossenen Filialen dann als Mini-Märkte weiterführen zu können. Fünf dieser Mini-Märkte sind bereits in Planung. Eine tolle Aktion!“

Weitere Unterstützung bekommen von der Leyen und Wieker von der Familienministerin Schröder. In der Süddeutschen Zeitung sagte die CDU-Frau, „dass sie sich gut vorstellen könne, dass unter diesen lebenserfahrenen Frauen viele mit Freude und Engagement diese neue berufliche Chance ergreifen wollen. Auslandseinsätze seien schon bald vorstellbar.“ Weiter schwadroniert sie, „die Schlecker-Frauen seien Kummer ebenso gewohnt wie die Ungewissheit, aus heiklen Situationen gerettet zu werden. Außerdem, hätten sie bereits Kompetenzen darin erworben, gegen Männer mit gestrigen und menschenverachtenden Ideologien zu kämpfen.“

Mario Bocks, Mitglied bei Ver.di und im Landesrat der LINKEn in NRW ergänzt: „Schlecker-Frauen sind also Kummer gewöhnt und wissen aber nicht, wie sie aus heiklen Situationen gerettet werden sollen - und das soll sie nach den Worten von Frau Schröder zu Soldatinnen eignen. Da fehlen mir die Worte. Frau Schröder scheint auch ein seltsames Bild von der ehemaligen Kundschaft von Schlecker zu haben, wenn sie nun dieser „gestrige und menschenverachtende Ideologien“ unterstellt. Man muss es leider so klar ausdrücken, von Frau Schröder haben wir ja nun schon viel Unsinn und Weltfremdes gehört, aber das zeigt nun doch klar und deutlich, dass die Familienministerin anscheinend dem realen Geschehen der Menschen hier in der Bundesrepublik nicht mehr folgen kann. Sie sollte ernsthaft einen Rücktritt in Erwägung ziehen. Vielleicht ist an der Front ja noch ein Platz für sie frei.“

DIE LINKE. Mönchengladbach lehnt diese zynischen Vorschläge samt der Kampagne ab und fordert die sofortige Einstellung. Sie setzt sich weiterhin für sozialverträgliche Lösungen für die Entlassenen ein und unterstützt die Bemühungen nach Umwandlungen der Filialen in Mini-Märkte durch Genossenschaften der Betroffenen.

 
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