| Was ist mit dem Terpe-Papier, Herr Gauck? |
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| Samstag, 16. Juni 2012 | |
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Ex-Innenminister der CDU nennt Gauck Stasi-Begünstigten Wenn ein ehemaliger Innenminister der CDU (Peter-Michael Diestel) den damaligen Pastor Gauck als Stasi-Begünstigten nennt, wird man hellhörig und es stellen sich natürlich Fragen. Bereits am 23.04.1991 und am 21.04.2000 veröffentlichte „DIE WELT“ das Terpe-Papier. Dieses nach einem Hauptmann des Ministeriums für Staatssicherheit genannte Papier beinhaltet Informationen, welcher einer Aufklärung bedürfen. Auch andere „seltsame“ Begebenheiten ergeben sich aus der Recherche über den jetzigen Bundespräsidenten Gauck. Für seine Kooperation und sein wiederholtes Lob an die Stasi erhielt Gauck einen VW-Bus als Entlohnung. Für normale Bürger, aber auch für die in der Partei etwas höher stehenden Mitglieder in der DDR war ein solches „West-Gefährt“ unerreichbar. Selbstverständlich war Gauck ein Westreisekader und seine Verstrickung mit der Stasi geht aus eben jenem Stasi-Terpe-Papier unzweifelhaft hervor. Beim MfS wurde Gauck unter dem Namen „Larve“ geführt. Wer Sonderschutz und Privilegien besaß, kommt schnell in den Verdacht, ein williger Vollstrecker der SED Herrschaft in der ehemaligen DDR gewesen zu sein.
Noch ratloser lässt einen der Umstand zurück, das Gauck trotz eines angeblichen Kontaktverbotes mit der Stasi sich am 28.07.1988 mit dem MfS-Hauptmann Terpe getroffen hat. Auch der Treffpunkt, nämlich seine Privatwohnung und nicht ein offizieller Raum der Kirche, lässt Fragen offen. Die Kirchenführung hatte jedenfalls keine Kenntnis von dem Treffen. Bei diesem Treffen sagte Gauck, er sei nicht gewillt "mit nicht kompetenten Mitarbeitern des MfS Gespräche zu führen", es würde sich von vornherein verbieten, "mit einem kleinen Leutnant des MfS zu sprechen. Mit "kleinen Mitarbeitern" lassen sich "große Dinge" nicht besprechen. Ebenfalls ein Thema bei dem Treffen waren die „Ausreisewilligen“ in der DDR. Dazu berichtete der Stasi Hauptmann Terpe: "Gauck äußerte, dass er selbst in seiner Gemeinde dahingehend wirksam werden will, dass er die ihm dort bekannten Übersiedlungsersuchenden durch Gespräche, mehrmalige Gespräche beeinflussen will, damit sie in der DDR bleiben." Terpe dankte ihn ausdrücklich dafür. - Deutlicher kann man eine Bereitschaft zur Kooperation mit dem SED Staat kaum formulieren. Pastor Gauck nahm im Sinne des MfS, der SED, des Staates nicht nur Ausreisewillige an die Brust. Terpe dankte Pastor Gauck ebenfalls "für seine Initiativen und für seine langfristig gute Zusammenarbeit". Ausdrücklich verwies der Stasi-Mann darauf, dass er nicht nur persönlich dankt, sondern dass der Dank vom Ministerium für Staatssicherheit insgesamt kommt. Pastor Gauck erklärte, das Gespräch mit Hauptmann Terpe habe ihn angenehm überrascht, es habe ihm viel gegeben. Er glaube, "dass das MfS einen echten positiven Beitrag zur Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft einbringen wird". Das ist eindeutig nicht die Sprache eines Verfolgten, eines Dissidenten oder eines Bürgerrechtlers in der DDR. Die damaligen Bürgerrechtler in der DDR haben im Herbst 1989 Gauck übrigens in einer öffentlichen Erklärung untersagt, sich selbst Bürgerrechtler zu nennen. Heikel wird es dann auch, wenn man sich der Frage zuwendet, wer letztendlich entscheidet, wer in der DDR Täter und Opfer war. Praktischer Weise die Gauck-Behörde selbst. Das der Pastor aus Rostock dementsprechend stundenlang alleine in der Behörde seine Akten eingesehen hat (Spiegel Ausgabe 17/91), hinterlässt einen weiteren schalen Geschmack. Selbst das ZDF berichtete damals darüber und der CDU-Politiker Diestel nannte dieses Vorgehen „rechtswidrig“. Der Verdacht liegt nahe, das Gauck sich seine Akten zurecht gemacht hat und die ihn betreffenden Passagen zu seiner Stasi-Tätigkeit entfernt haben könnte. DIE LINKE. Mönchengladbach befürchtet daher auch, dass die berechtigten Fragen zu Gaucks Stasi-Verstrickungen und Begünstigungen in der Medienlandschaft nicht aufgegriffen werden. Denn wer will schon zugeben müssen, dass wir neben einer angeblichen „IM Erika“ nun auch das höchste Amt im Staate an einen weiteren von der Stasi-Behörde als „IM Larve“ geführten Protagonisten vergeben haben. Wer Gauck einen Dissidenten oder gar Bürgerrechtler nennt, beschämt die Menschen, die sich auch unter Einsatz ihres Lebens und unter Repressionen gegen die DDR-Herrschaft gewandt und gekämpft haben. DIE LINKE. Mönchengladbach schließt ihr Statement und die daraus resultierenden Fragen mit der Feststellung: Ein im Ministerium für Staatssicherheit nachweislich als „IM LARVE“ geführter Pastor Gauck ist als Bundespräsident Gauck nicht tragbar. |
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DIE LINKE. MG 

