Home arrow DIE LINKE. Überregional arrow Aus Land und Bund arrow Goethe-Universität blockiert sich selbst

DIE LINKE. Überregional

So erreichen Sie uns

Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach

Montag und Dienstag
14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Donnerstag und Freitag
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Montag und Freitag ist Sozialberatung

Weiterer Kontakt hier

Suche

Goethe-Universität blockiert sich selbst PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 16. Mai 2012

Pressemitteilung des AStA der Universität Frankfurt vom 16.5.

Goethe-Universität blockiert sich selbst: Sämtlicher Lehrbetrieb lahmgelegt, Prüfungen fallen aus, Bibliotheken bleiben geschlossen – AStA schockiert über autoritäre Präsidiumspolitik

Am Mittwoch, den 16.05.2012 gegen Mittag ging vom Zentrum für Hochschulsport eine Meldung an alle Studierenden, dass die Universität von Mittwoch bis einschließlich Sonntag alle ihre Standorte "[...] aufgrund der im Zusammenhang mit der Blockupy-Demonstrationen zu befürchtende[n] Aktionen u.U. auch im Bereich der Goethe Universität [...]" schließe. "Daher müssen alle Veranstaltungen, Kurse,Workshops und Turniere von "Mittwoch 20 Uhr bis einschließlich Sonntagabend ausfallen". Von dem Präsidium gab es dazu bis zur Senatssitzung keine Informationen an die Studierendenvertretung und zumindest wohl dem Gros der Mitarbeiter_innen.

Erst auf der heutigen Senatssitzung ließ das Präsidium offiziell verlauten, dass es sich zu dem Entschluss gezwungen sehe, die Campi zu schließen. Der Senat wurde im Vorfeld nicht über die Entscheidung informiert, da das Präsidium die Entscheidung formal selbst treffen kann. Der AStA der Goethe-Universität zeigt sich hierüber schockiert. "Die aktuelle Berichterstattung beschwört ein apokalyptisches Szenario herauf, das der Realität entbehrt," so AStA-Vorsitzender David Malcharczyk. "Dass sich die Universität in die allgemeine Hysterie und den präventiven Verbots- und Sicherheitswahn einreiht und jetzt Studierende und Mitarbeiter_innen aus der Universität aussperrt, ist für uns nicht hinnehmbar."

"Die Entscheidung der Universität ist die Fortführung der Politik von Stadt und Polizei, die Proteste im Vorfeld zu kriminalisieren,"erklärt Florian Muhs, Öffentlichkeitsreferent des AStA. "Bereits die durch die Frankfurter Polizei verhängten und mittlerweile zurückgezogenen "Stadtverbote", die auch zahlreiche Studierenden betroffen hatten, schränkten eine Vielzahl von Menschen in ihren Grundrechten ein. Dass jetzt selbst Studium und Lehre verhindert werden, ist unerträglich und nicht zu rechtfertigen."

"Blockupy wollte das Finanzzentrum blockieren. Stadt, Verkehrsbetriebe, Polizei und jetzt auch die Universität sorgen nun selbst dafür, dass die ganze Stadt lahmgelegt wird," so Jessica Lütgens, Referentin für interne Kommunikation. "Besonders treffend wirkt in diesem Fall, dass beispielsweise ein Blockseminar zu Persönlichkeitsrechten in China von der Schließung der Universität betroffen ist."

 
< zurück   weiter >