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Freitag, 6. April 2012

Veteranentag setzt Kriegseinsatz voraus

Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik lehnt Kriege ab, und daher zeigt sich DIE LINKE. Mönchengladbach auch sehr verwundert über den neuesten Vorstoß von Verteidigungsminister De Maiziere, erneut einen Veteranentag für den 22. Mai in die Diskussion zu bringen. Zudem müsste die Voraussetzung für einen solchen Gedenktag ein Kriegseinsatz bzw. ein Krieg sein, indem sich die Bundesrepublik seit 1956 befinden müsste oder befunden hat. Es hat aber eine Kriegserklärung von oder an die Bundesrepublik Deutschland in diesem Zeitraum nicht gegeben und abgesehen davon unterliegt die Bundeswehr in ihrer Ausrichtung als Verteidigungstruppe dem Grundgesetz.

DIE LINKE. lehnt einen solchen Veteranentag, der den Berufsstand des Soldaten und damit das berufsmäßige töten huldigt und ehrt, auf ganzer Linie ab. „Was kommt den dann als nächstes?  Die Renaissance von Schmiss und Pickelhaube?  Der nächste Bundespräsident wieder ein Kaiser? Unsere Regierenden haben ein seltenes Talent, mit falschen Gedenktagen genau die zu "motivieren", die unseren Staat schon immer als falsche "Alternative" ansehen. Wie sagte doch einst Schopenhauer:  "Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein",  sagt der Landtagskandidat der LINKEn in Mönchengladbach, Mario Bocks und ergänzt: „Ja, so ein Heldengedenktag wäre etwas Feines. Da kann man prächtig Sinn stiften, die Hand an die Brust halten und das Vaterland loben. Um es klar zu sagen; Für so etwas habe ich überhaupt kein Verständnis.“

DIE LINKE. hält die grundsätzliche Idee, Menschen, die sich unter Einsatz von Leben und Gesundheit für die Belange der Allgemeinheit einsetzen, zu Gedenken für richtig und überlegenswert. Rohat Yildirim, Landtagskandidatin für Mönchengladbach-Rheydt und auf der Landesliste in NRW auf Platz 21 gesetzt, sagt dazu: „Alles wieder da: Kriegsteilnahmen, Orden und Verwundetenabzeichen, Ehrenmal für die Gefallenen und nun soll  der Veteranentag auch noch dazu kommen. Wichtiger wäre allerdings ein Gedenktag für alle, die in ihrem Beruf und Job uns schützen oder retten. Warum also kein Tag für Feuerwehrmänner und Frauen, Polizisten und Polizistinnen, Mitglieder des THW, der Rettungsdienste, der Kampfmittelräumdienste, der DLRG und vielen weiteren Organisationen, deren Mitglieder sich tagtäglich für das Wohl der Menschen einsetzen.“

DIE LINKE. befürchtet weiter, das dann auch die Veteranen des zweiten Weltkriegs mit Ritterkreuz und weiteren Dekorationen den Veteranentag nützen werden und gestützt von den jungen Kameraden mit durchs Brandenburger Tor marschieren oder im Rollator geschoben werden wollen . Auch die Frage, wie denn dann den Angehörigen der ehemaligen NVA gedacht werden sollte, lässt der Innenminister unbeantwortet, wie fast alle Fragen bezüglich seines anbiederungsreichen Vorschlages an die Freunde des wilhelminischen Untertanengeistes.

 
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