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Schlecker: Genossenschaft fördern statt Abwicklung! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 5. Februar 2012

Die Ortsgruppe Rheydt der Linken hat sich mit der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker beschäftigt. Jetzt droht die Zerschlagung des Unternehmens: Profitable Teile werden billig verscherbelt und bringen neuen Investoren gute Rendite. Der Rest wird wieder auf Kosten der Allgemeinheit „abgewickelt“.
Bundesweit sind über 30000 Beschäftigte durch Arbeitslosigkeit bedroht. Gerade der Fall Schlecker zeigt deutlich, dass dafür vor allem ein einzelner kapitalistischer Unternehmer verantwortlich ist. Deswegen erörterte die Ortsgruppe andere Lösungen und unterstützt den von Verdi angeregten Vorschlag, Schlecker in eine Genossenschaft zu wandeln.

Die Schlecker-Tochter „Ihr Platz“ soll Ankermieter für den umgebauten Hauptbahnhof werden, deshalb ist das Thema besonders wichtig für Mönchengladbach. Die ersten von ehemals 26 Filialen in der Vitusstadt sind bereits geschlossen worden. Die verbliebenen Märkte sind oft wichtig für die kleinräumige Versorgung in Wohngebieten. „Warum sollen zukünftig Menschen am Hermges oder in Odenkirchen weitere Wege auf sich nehmen und damit den Autoverkehr fördern? Schleckers Konzept ist vor Ort zu sein, und das fördert Lebensqualität und verkürzt die Wege“, so Torben Schultz von der Ortsgruppe. „Versagt hat nicht die einzelne Angestellte vor Ort, sondern die Konzernzentrale. Egal was die Familie Schlecker noch auf dem Konto hat, sie hatte ein schönes Leben und noch immer ihren Grundbesitz. Bezahlt haben das die Angestellten mit Dumpinglöhnen und unzumutbaren Arbeitsbedingungen.“

Deswegen wünscht sich die Ortsgruppe, dass die engagierten MitarbeiterInnen künftig die Chance bekommen, selber für den Erfolg des Unternehmens zu sorgen und damit ihren Arbeitsplatz zu sichern. „Es ist doch schon unverständlich genug, dass durch die Plan-Insolvenz nun drei Monate lang Lohnkosten auf die Bundesarbeitsagentur abgewälzt werden“, so Schultz weiter. „Ehe wir weiter Geld in Gläubiger, Insolvenzberater und neue Investoren stecken, sollten wir in die Arbeitsplätze investieren. Die Beschäftigten sind Schleckers wertvollstes Kapital. Jeder Cent für die Gründung einer Genossenschaft wäre eine zukunftsträchtige Investition.“

Nach Zahlen der Bundesbank haben sich die Unternehmensgewinne im Einzelhandel in den vergangen Jahren fast verdoppelt. Die Leidtragenden des brutalen Wettbewerbs waren die Beschäftigten, deren Löhne gesenkt oder deren Arbeitsplätze abgebaut wurden. „Das muss ein Ende haben! Die Gewerkschaft Ver.di setzt sich für ein breites gesellschaftliches Bündnis von Beschäftigten, Kunden und Politik ein, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Wir unterstützen diese Initiative und fordern, Schlecker in eine Genossenschaft zu wandeln“, schließt Schultz.

 
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