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Wenn die Bundeswehr kommt – raus aus dem Unterricht! PDF Drucken E-Mail
Freitag, 28. Oktober 2011

Immer öfter ist es üblich, dass die Bundeswehr zu Rekrutierungszwecken Schulen besucht und im Unterricht Werbeversuche für „die tolle Truppe“ betreibt. Das „Deutsche Bündnis Kindersoldaten“ kritisiert in seinem „Schattenbericht Kindersoldaten 2011“ von Dr. jur. Henrik Cremer nicht nur die Rekrutierung von 17-jährigen SchülerInnen für die Bundeswehr, sondern erhebt auch gleichzeitig Vorwürfe in Richtung mangelnder Menschenrechts- und Friedenserziehung. Das Recht auf Bildung ist nicht nur eine Frage des Zugangs (Art. 28 Kinderrechtskonvention), sondern auch des Inhalts, heißt es in dem Bericht. Weiter wird angemerkt, dass  „in Deutschland weiterhin unter 18-Jährige rekrutiert werden. Freiwillige mit einem Mindestalter von 17 Jahren werden als Soldat oder Soldatin in die Bundeswehr aufgenommen, um eine militärische Ausbildung zu beginnen. Dabei werden sie im Rahmen der Ausbildung auch im Umgang mit Waffen geschult.“

Zur Erklärung: Die Kinderrechtskonvention ist das am meisten ratifizierte Menschenrecht in der Welt, unterzeichnet von 193 Staaten. Die Konvention spricht dann von Kindersoldaten, wenn sie noch nicht die Volljährigkeit erreicht haben. Demnach setzt auch die Bundeswehr auf Kindersoldaten. DIE LINKE. Mönchengladbach findet das zutiefst verwerflich und kritisiert zudem, dass nach Abschaffung der Wehrpflicht nun so genannte Karrierecenter für die massive Rekrutierung von SchülerInnen im Auftrag und mit der Bundeswehr an Schulen zuständig sind. „Anstatt den SchülerInnen humanistische Werte zu vermitteln, werden immer mehr Schulen dazu missbraucht, den Kindern eine „Ausbildung zum Töten“ durch Gestalten „von der tollen Truppe“  Bundeswehr anzudienen. Das können wir nicht akzeptieren und raten den Eltern, ihre Kinder sofort vom Unterricht freistellen zu lassen, wenn jemand von der „tollen Truppe“ zu Rekrutierungszwecken angekündigt ist“, empfiehlt der Bezirksvertreter der LINKEn in Mönchengladbach-Nord, Mario Bocks.

Bereits in mehreren Städten in NRW haben Eltern sich gegen diese massive Praxis vehement zu Wehr gesetzt und auch DIE LINKE. Mönchengladbach hält in ihrer Bürgersprechstunde von dienstags bis freitags (10 – 12 Uhr und 16 - 18 Uhr) Formulare zur Unterrichtsbefreiung in solchen Fällen bereit. Diese können kostenfrei während der Öffnungszeiten im Büro auf der Hauptstraße 2 in Mönchengladbach-Rheydt abgeholt werden. „Es reicht auch eine einfache Erklärung an die jeweilige Schulleitung, dass man aus Gewissensgründe nicht möchte, dass die Tochter oder der Sohn aus erzieherischen Gründen an einem Unterricht mit Beteiligung der Bundeswehr teilnimmt“, ergänzt Torben Schultz, der als Mitglied im Sportausschuss mit vielen Jugendlichen bei der Arbeit mit Vereinen vor Ort zusammenkommt.


Hier eine mögliche Muster-Befreiung als Word-Dokument

 

 
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