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Fracking – Die Fakten auf den Tisch PDF Drucken E-Mail
Freitag, 6. Mai 2011
Das Thema Fracking, also die unkonventionelle Erdgasförderung, war für DIE LINKE Mönchengladbach schon vom Tisch. Doch wie sich binnen weniger Tage zeigte, droht weiterhin die Verunreinigung des Trinkwassers. Obwohl zum Teil schon Fakten im August 2010 geschaffen wurden, kamen diese im November 2010 trotz Anfrage der Linken nicht auf den Tisch. Jetzt im Mai 2011 wird das Ausmaß der „Informations-Katastrophe“ deutlich, und das nicht nur in Mönchengladbach. „Ganz NRW wurde von der Rot-Grünen Landesregierung für dumm gehalten und auf Bundesebene verweist Schwarz-Gelb zur Beruhigung auf Informationsmaterial des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG)“, so Kreissprecher Torben Schultz, „Ich bin froh, dass unsere Ratsfraktion jetzt von Kommunaler Ebene anfängt verlässliche Informationen einzufordern.“

Dabei hofft DIE LINKE auf Zustimmung der anderen Ratsfraktionen, dazu Schultz: „SPD und CDU in Nordwalde (Münsterland) haben sich schon auf die Seite der Widerstandsbewegung gegen diese Art der Gasförderung geschlagen. Kommunalpolitiker sind dichter dran an der Bevölkerung und deswegen aufmerksamer bei Bedrohungspotential. Auch sind die Verstrickungen der Kommunalpolitik mit den Energieriesen geringer und letztlich muss ja selbst die NVV als lokaler Versorger Klarheit fordern. Geht es doch auch um das Trinkwasser in Mönchengladbach.“

Der Antrag der Ratsfraktion fordert zum einen in vier Unterpunkten Aufklärung über den Verfahrensstand. Dabei verlässt sich DIE LINKE jedoch nicht alleine auf die Verwaltung, sondern hat bereits mit eigenen Nachforschungen begonnen, unter Anderem bei der Bezirksregierung Arnsberg und bei der NVV. In einem zweiten Punkt des Antrags, wird die Verwaltung beauftragt, Maßnahmen zur Gefahrenabwehr von Grund- bzw. Trinkwasserkontaminierung darzulegen.

Natürlich sieht auch DIE LINKE Mönchengladbach Erdgas vorübergehend als unverzichtbar an, ohne Erdgas wird der sofortige Atomausstieg nahezu unmöglich. Mittel- und langfristig muss die Energie jedoch zu 100% aus regenerativen Quellen kommen. „Doch ein Erdgas um jeden Preis wird es mit uns nicht geben“, erklärt Schultz, „Und die Gefahren des Frackings können wir nicht ignorieren. Was nützt uns das Gas, wenn wir kein sauberes Trinkwasser haben und unsere Böden mit Quecksilber und Benzol verunreinigt sind – so geschehen 2007 bei der Gasförderung im niedersächsischen Söhlingen.“

Weiter verweist DIE LINKE auf den Unfall in Bradford County (Penssylvania/USA), dort kam es am 20. April 2011 beim Fracken nach Erdgas zu einem sogenannten Blowout. Zehntausende Liter Frackflüssigkeit, einem Gemisch aus Wasser, Sand und teils hochgiftigen Chemikalien, wurden dabei in der Umgebung verteilt. Der explosionsartigen Austritt konnte weder durch die Versiegelung der Bohrplattform, noch durch Schutzwände aus Beton und Stahl gestoppt werden. Den Anwohnern wurde empfohlen, ihre Häuser zu verlassen. Bisher wurde von Fracking-Befürwortern in Deutschland gerne angeführt, dass die bisherigen Unfälle in den USA an den niedrigen Bohrtiefen lagen. Der Vorfall vom April zeigt nun, dass die Bohrtiefe gar keinen Einfluss auf die Gefahren hat.

DIE LINKE lehnt die unkonventionelle Erdgasförderung ab und ist bereits im Landtag NRW aktiv geworden. Da jedoch die Genehmigungsverfahren weiter fortgeschritten zu sein scheinen als bisher bekannt, muss auch auf kommunaler Ebene gehandelt werden. „Nur so werden wir der Verantwortung den BürgerInnen gegenüber gerecht und üben noch zusätzlich Druck auf das Land aus“, endet Torben Schultz.

PDF des Fraktionsantrag Fracking

 
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