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Gas-Fracking-Skandal PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 5. Mai 2011

DIE LINKE fordert Verbot und Beendigung der Connection zwischen Energiekonzernen und Land NRW

Die Bezirksregierung Arnsberg hat jetzt einräumen müssen, dass der Einsatz des hochriskanten Fracking-Verfahrens für die Suche nach Erdgas entgegen früherer Verlautbarungen doch genehmigt wurde. Damit steht fest, dass die Menschen in den betroffenen Regionen erneut hinters Licht geführt worden sind. Wirtschafts- und Energieminister Voigtsberger (SPD) will davon nichts gewußt  haben. Mit dem nachwievor nicht aufgeklärten Atom-Kügelchen-Skandal um den Forschungsreaktor Jülich ist das die zweite "Info-Panne" der rot-grünen Landesregierung innerhalb weniger Wochen. Dazu erklärt Hubertus Zdebel, Landessprecher DIE LINKE. NRW:

Die jetzt bekanntgewordene Genehmigung des umstrittenen Fracking-Verfahrens reiht sich ein in eine lange Kette von Skandalen des Umgangs der Landesregierung und Landesbehörden mit den Energiekonzernen. SPD und Grüne wollen eine wirkliche Auseinandersetzung mit ihnen vermeiden, stattdessen findet hinter den Kulissen eine enge Zusammenarbeit mit ihnen statt und wird stillschweigend geduldet. Das gilt auch für die Atompolitik. So schickte die Bezirksregierung Arnsberg, die die Gas-Probebohrungen prüft und genehmigt, 'zur Aufklärung und Versachlichung der öffentlichen Diskussion dieses Themas' eine Mail an die BürgermeisterInnen der betroffenen Städte und Gemeinden  mit Infos, die direkt vom Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) stammen.  Vorsitzender ist der Deutschland-Chef von ExxonMobil, Dr. Gernot Kalkoffen. Im WEG-Ausschuss für Energiepolitik und PR sitzt ExxonMobil-Kommunikationschef Norbert Stahlhut.

Die Haltung von SPD und Grünen zum gefährlichen sogenannten Fracking zur Gewinnung von unkonventionellem Erdgas ist mehr als fragwürdig. Die SPD/Grüne Landesregierung will jetzt erst einmal ein Gutachten in Auftrag geben, das die Gefahren prüft, betont indes gleichzeitig, dass man grundsätzlich für die riskante Erdgasgewinnung ist. Die Verunreinigung des lebenswichtigen Grundwassers ist dabei nur eine mögliche negative Folge. Ebenfalls zu beachten ist die Druckentlastung, die durch eine Förderung des Gases entsteht. Kleinere Erdbeben und Tagesrisse mit Gasaustritt können noch wesentlich weiter reichende Folgen sein. Die Grundwasserhorizonte bekommen untereinander Kontakt. Deshalb fordern wir als einzige im Landtag vertretene Partei wie die Menschen in den betrofffenen Regionen, dass das Fracking und die Gewinnung des Gases von vornherein verboten werden muss.

Gleichzeitig wollen wir die offensichtlich bestehende Energie-Connection zwischen Energiekonzernen und Land zu Lasten der Menschen aufklären und beenden. Wirtschaftsminister Voigtsberger muss jetzt endlich die überfälligen Konsequenzen ziehen. Wir werden sehen, ob SPD und Grüne mitziehen oder als Erfüllungsgehilfen der Energiekonzerne dastehen.

(Quelle: Pressemitteilung DIE LINKE. NRW)

 


Lesen Sie bitte auch die Pressemitteilungen des Kreisverbandes zum gleichen Thema:

 

29.04.2011: Auch Mönchengladbachs Trinkwasser Spielzeug der Energiekonzerne?

21.11.2010: Wie sauber ist unser Trinkwasser?

 

 
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