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Hebammen in Nöten PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 4. Mai 2011

Am 5. Mai ist internationaler Hebammentag, weltweit wird auf die unzureichende Versorgung mit Hebammenhilfe hingewiesen. Auch in Mönchengladbach werden die Hebammen um 15:00 Uhr am Europaplatz auf die Straße gehen um ihre „Big Five“ zu fordern:

1) das Recht auf einen würdevollen Start ins Leben,
2) ein „Ja“ der Politik zur normalen Geburt,
3) die freie Wahl des Geburtsortes,
4) bessere Arbeitsbedingungen für alle Hebammen,
5) Hebammenhilfe für alle Frauen.

DIE LINKE Mönchengladbach erklärt sich solidarisch mit diesen Forderungen, im besonderen macht Kreissprecher Torben Schultz auf die Arbeitsbedingungen aufmerksam: „Hebammen haben einen verantwortungsvollen und anstrengenden Beruf, Sie garantieren einen guten Start in das Leben, Sie leisten somit einen wichtigen Beitrag für unsere Zukunft. Es ist unverständlich, dass diese individuelle Starthilfe wie eine Massenware von der Stange pauschal vergütet wird. Laut Deutschem Hebammenverband (DHV) haben bereits 15% aus finanziellen Gründen ihren Beruf aufgegeben. Dieser Trend muss schnellstens gestoppt werden, Politik und Krankenkassen müssen handeln – jetzt!“

Die Hebammen erhalten je Geburt 237 Euro, dabei ist es egal wie lange diese dauert. Allein für die Haftpflichtversicherungsbeiträge sind von den freiberuflich tätigen Hebammen 3689 Euro jährlich zu zahlen. „Über 15 Geburten müssen jährlich also alleine für die Versicherung geleistet werden“, rechnet Schultz vor, „Laut DHV kommen Hebammen durchschnittlich auf einen Stundenlohn von 7,50 Euro, das ist viel zu wenig.“

Als Hohn empfindet DIE LINKE Mönchengladbach, dass der Beruf der Hebammen mit neu geschaffenen Studienmöglichkeiten eine Art gesellschaftliche Aufwertung erhält, aber die finanzielle Absicherung völlig außer Acht gelassen wird. Für Schultz gilt: „Fairer Lohn für gute Arbeit … für alle Hebammen.“

Doch auch weltweit verfolgt DIE LINKE Mönchengladbach die Entwicklung kritisch, denn nach einer Studie der Organisation „Save the Children“ bringt eine von drei Frauen ihr Kind ohne professionelle GeburtshelferIn zur Welt. Als Folge sterben täglich circa 1.000 Frauen und 2.000 Babys aufgrund von einfachen Komplikationen bei der Geburt.

„Gerne sprechen wir bei der Geburt vom Wunder des Lebens, viel zu selten sprechen wir von den wunderbaren Menschen, die dies überhaupt erst ermöglichen“, so Schultz, „Hebammen verdienen unsere Anerkennung, und die darf nicht bei netten Worten aufhören.“

 
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