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Auch Mönchengladbachs Trinkwasser Spielzeug der Energiekonzerne? PDF Drucken E-Mail
Freitag, 29. April 2011

Einem Bericht der Rheinischen Post zufolge soll sich die Firma Wintershall die Lizenz für Gasbohrungen im Mönchengladbacher Stadtgebiet gesichert haben.

Bereits im Nobember vergangenen Jahres hatte das Reportage-Magazin Monitor vor dem Verfahren gewarnt, mit dem verschiedene Energiekonzerne nach Erdgas suchen bzw. dieses fördern. Bei dem Verfahren, Fracking genannt, werden große Mengen Wasser mit Sand vermischt und mit hohem Druck in den Untergrund gepumpt. Dabei enstehen Risse, durch die das Gas freigesetzt wird. Bei diesem Vorgang werden außerdem hochgiftige Chemikalien beigemischt, um die Pumpwege freizuhalten. Ein kleinerer Teil des eingesetzten Wassers bleibt im Boden und große Teile kommen wieder an die Oberfläche, die dann als Abwasser zurück in den Boden gepumpt werden, ohne es vorher von den beigemischten Chemikalien zu reinigen. Durch die Risse im Erdreich können diese Gifte dann ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser gelangen

Im Kreisverband DIE LINKE. Mönchengladbach wurde diese Information schon damals mit großer Besorgnis aufgenommen und auch entsprechend öffentlich kommentiert. Kreissprecherin Sabine Cremer, die gleichzeitig Mitglied im Umweltausschuss ist, hatte deshalb bei der darauffolgenden Sitzung des Ausschusses eine Anfrage gestellt, wie es mit Lizenzen für solche Verfahren im Stadtgebiet Mönchengladbachs aussieht. Die Stadtverwaltung hatte damals davon keine Kenntnis und sah auch keine Notwendigkeit, sich um diese Thematik zu kümmern. Der damals ebenfalls anwesende Mitarbeiter der NVV AG, Herr Marx, erklärte dazu, dass es sich hier um die Gewinnung von Schiefergas handelt und deshalb ein solches Verfahren in Mönchengladbach nicht angewandt werden könne, da sich kein Schiefer im Erdreich befände. In dem hiesigen Erdreich sei ein solches Verfahren nicht möglich.

”Das war damals einleuchtend für mich und auch sehr beruhigend.” so Sabine Cremer, “Jedoch stellt sich angesichts der aktuellen Berichterstattung in der Rheinischen Post die Frage, ob die Lizenzen für so ein Verfahren vollkommen wahllos beantragt und auch vergeben werden?” Während die Bürgerinnen und Bürger per Landeserlass verpflichet werden, ihre Abwasserleitungen auf Dichtigkeit überprüfen zu lassen, um das Grundwasser vor Verunreinigungen zu bewahren, bekommen offensichtlich große Energiekonzerne mit Leichtigkeit die Erlaubnis, auch in Gebieten, die sich für das anzuwendende Verfahren gar nicht eignen, Probebohrungen vorzunehmen und damit das Erdreich mit hochgiftigen Chemikalien zu kontaminieren. Für DIE LINKE. Mönchengladbach ist dies vollkommen unverständlich und inakzeptabel. Es bleibt zunächst zu hoffen, dass das abschließende Antrags- und Genehmigungsverfahren für das Mönchengladbacher Stadtgebiet, was laut Berichterstattung noch nicht abgewickelt ist, nicht zustande kommt bzw. am Ende die endgültige Lizenz nicht erteilt wird.


Lesen sie hier die PM "Wie sauber ist unser Trinkwasser" vom November 2010

 

 
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