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Atomtransporte schon durch die Region Mönchengladbach gerollt? PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 3. April 2011

In jüngster Vergangenheit könnten bereits Transporte mit hoch giftigem radioaktiven Material durch die Region Mönchengladbach gerollt sein. Dies befürchten VertreterInnen der Mönchengladbacher LINKEN aufgrund einer Pressemitteilung des grünen Landtagsabgeordneten Christian Markert MdL und anderen Medienberichten.

Wie „Der Spiegel“ unter Berufung auf die Anfrage der NRW-Grünen berichtet, fehlt im Forschungszentrum Jülich der Nachweis von insgesamt 2285 Brennelementekugeln, die sich unter anderem auch im Atommülllager Asse bei Braunschweig befinden könnten.

Die Kugeln, über die das Forschungszentrum keinen Nachweis des Verbleibs erbringen kann, können mindestens 2,2 Kg Uran 235 sowie 23,3 Kg Thorium 232 mit einer Halbwertszeit von 703,8 Millionen Jahren bzw. 14 Milliarden Jahren enthalten. Es ist auch nicht auszuschließen, dass sich bereits Spaltprodukte wie das hochgefährliche Plutonium 239 sowie Uran 233 in den Kugeln befinden, so der grüne Abgeordnete Markert.

Ein Blick auf die Karte zeigt: Transporte mit dem LKW von Jülich nach Braunschweig gehen mit ziemlicher Sicherheit über das Autobahnkreuz Wanlo. Heimliche Transporte mit der Bahn sind eher unwahrscheinlich. „Möglicherweise wurde die Bevölkerung der Region Mönchengladbach nicht über Transporte informiert und einer unverantwortlichen Gefährdung ausgesetzt“ so Bernhard Clasen, Ratsherr der LINKEN.

Mönchengladbachs LINKE befürchten, dass die Behörden und der Stadtrat der Vitusstadt die Bedrohungen von Atommülltransporten durch die Region nicht ernst genug nehmen.

Noch am 2. Februar 2010 hatte die Verwaltung der Stadt Mönchengladbach Sabine Cremer, Mitglied im Umweltausschuss für DIE LINKE. Mönchengladbach, die sich über die Sicherheit der Bevölkerung angesichts bevorstehender Atomtransporte sorgte, mit den Worten beruhigt: „……..Es ist daher davon auszugehen, dass bei einem Unfall mit radioaktivem Material der Schutz der Bevölkerung gewährleistet ist.“.

Sabine Cremer, die Umweltbeauftragte der LINKEN Ratsfraktion, bedauert, dass am 22. Dezember 2010 alle Fraktionen im Rat der Stadt Mönchengladbach, auch die Grünen, einen Antrag der Fraktion DIE LINKE abgelehnt hatten, in dem diese vor den Gefahren der für 2011 zu erwartenden Castor-Transporte gewarnt und für ein Moratorium für Atomtransporte geworben hatte.

 
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