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Blutiger Newroz-Sonntag in der Türkei PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 20. März 2011

DIE LINKE Nordrhein-Westfalen verurteilt die brutalen Übergriffe der türkischen Sicherheitskräfte.

Am heutigen Sonntag sind in Kurdistan Millionen Menschen anlässlich Newroz auf die Straßen gegangen, um ihrem Friedenswillen und Freiheitswunsch Ausdruck zu verleihen. Überschattet wurden die Ereignisse wieder einmal, wie auch in der Vergangenheit, von Angriffen türkischer Sicherheitskräfte. Mit Tränengas und Wasserwerfern gingen sie gegen hunderttausende friedlich demonstrierende Menschen, unter ihnen Frauen, Kinder und alte Menschen, vor. Die Zahl der Verletzten ist noch unklar. Unter den Angegriffenen sind auch zahlreiche aus Deutschland nach Kurdistan gereiste Mitglieder von Newroz-Delegationen.

Allein in Diyarbakir versammelten sich über 1 Million Menschen zu einer Newroz-Veranstaltung. Im Anschluss an das kulturpolitische Programm machte sich die Menschenmenge auf den Weg zu einem großen Zelt der BDP (Friedens- und Demokratiepartei), in dem Diskussionen zu einer Lösung der kurdischen Frage geführt werden. Dabei wurden die Menschenmassen von türkischen Sicherheitskräften angegriffen.
Unter den Angegriffenen befinden sich auch Mitglieder von verschiedenen Beobachterdelegationen aus Europa, aus Deutschland die NRW Landtagsabgeordnete Hamide Akbayir (DIE LINKE), Mitarbeiter von weiteren Abgeordneten (u.a. von Bärbel Beuermann und Hamide Akbayir) und Mitglieder des Netzwerkes kurdischer AkademikerInnen e.V. mit Sitz in Dortmund. Unter den Verletzten sollen sich ebenfalls ausländische Delegationsmitglieder befinden. Ein Delegationsmitglied beschreibt die Übergriffe in Amed mit den Worten: "So wie es in Deutschland bei schönstem Sonnenschein aus heiterem Himmel regnen und donnern kann, so hagelte es plötzlich Tränengas und Wasserwerfer“.

 
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