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Zum Röttgen Besuch: Schöne Worte statt Taten! PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 20. März 2011

Umweltminister Röttgen  besuchte am Samstag Mönchengladbach. Auch zahlreiche Umweltschützer hatten sich auf den Weg gemacht, um Herrn Röttgen ihre Meinung zu sagen. Wer jedoch geglaubt hatte, Herrn Röttgen persönlich von seinen Befürchtungen berichten zu können, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Obwohl Röttgen vor seinen Parteifreunden in der Halle einen parteiübergreifenden, gesellschaftlichen Dialog gefordert hatte, mied er den Kontakt mit den ca. 100 Mönchengladbacher Umweltschützern, die angesichts der Ereignisse von Japan vor den Gefahren der Atomenergie warnten.

„Gerade angesichts der japanischen Atomkatastrophe hätte Herr Röttgen trotz möglichen Termindrucks das Gespräch mit den Umweltschützern suchen müssen. Tatsächlich ist er diesem Gespräch aus dem Weg gegangen, indem er über einen hinteren Zufahrt auf das Gelände der Schule gekommen ist“, erklärte Ratsherr Bernhard Clasen.

Ratsherr Bernhard Clasen

Herr Röttgen sieht als Entscheider zum Moratorium ein Signal zum Innehalten. DIE LINKE Mönchengladbach fragt sich, welches Innehalten er meint? Dass sieben Meiler jetzt vom Netz gehen ist eine Mega-Lüge, denn Krümmel und Brunsbüttel sind derzeit eh nicht am Netz, Biblis B und Philipsburg sind im Februar wegen Revision vom Netz gegangen, Neckarwestheim 1 ist bis vor kurzem wegen Revision abgeschaltet gewesen und Biblis A wäre planmäßig im Juni wegen Revision vom Netz gegangen. „Herr Röttgens großes Innehalten ist also nur die Abschaltung von Isar 1“, stellt Clasen klar.

Die Meinungsleine

Weiter sagte Röttgen, dass das „klitzekleine Restrisiko“ traurige Realität geworden sei und wir damit die schreckliche Erfahrung der Nicht-Beherrschbarkeit haben. DIE LINKE Mönchengladbach fragt sich, ob Herr Röttgen denn die Katastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren schon völlig verdrängt hat? „Egal ob menschliches Versagen oder eine Naturkatastrophe, wenn ein AKW einen Störfall hat, kann der GAU eintreten“, erklärt Clasen, „Und die Folgen eines GAU sind eben nicht mit einem umgefallenen Windrad zu vergleichen. Die Folgen sind global und Jahrzehnte lang lebensbedrohend.“

Auch Eddi Erlemann sprach auf der überparteilichen Demo

Im weiteren ging Röttgen noch darauf ein, dass die Zeiten des Wirtschaftswachstums vorbei seien und zukünftig auch die armen Regionen der Welt die gleichen Lebensbedingungen wie die westlichen Länder einforderten. Daraus folgerte Röttgen, dass die Wohlstandsfrage zukünftig verstärkt davon geprägt würde, mit weniger Ressourcen- und Energieeinsatz mehr zu produzieren.

Natürlich stimmt DIE LINKE zu, dass wir schonender mit unser Umwelt umgehen müssen. Für DIE LINKE ist weniger Verbrauch noch immer der beste Umweltschutz. „Doch Herr Röttgen hätte an dieser Stelle die Verteilungsfrage stellen müssen. Diese bedeutet eben auch, dass wir Jahrhunderte lang auf Kosten anderer gelebt haben. Die kapitalistische Logik eines ständigen Wirtschaftswachstums ist gescheitert“, endet Clasen, „Sie hat unsere Umwelt zerstört und die Mehrheit der Weltbevölkerung nicht mitgenommen. Herr Röttgen hätte seinen Parteifreunden an dieser Stelle klar sagen müssen, dass die politische Grundlage seiner Partei gescheitert ist.“

DIE LINKE fordert Herrn Röttgen auf, jetzt statt schöner Worte, endlich Taten folgen zu lassen.

Demonstranten an der Gartenstrasse

 

Alle Fotos sind von Mario Bocks. Weitere Fotos finden sie hier .

 
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