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Randnotiz: Biogasanlagen sind keine Sozialeinrichtungen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 24. Februar 2011

In der Ratssitzung vom 23.02.2011 verglich Herr Beine (SPD) den Protest der BürgerInnen gegen die Biogasanlage in Wanlo mit dem Protest gegen das Café Pflaster im Jahr 2008. Damit begründete Herr Beine, dass Politik zwar die BürgerInnen anhören müsse, aber dann doch selbstständig entscheiden müsse. „Der Vergleich ist völlig ungeeignet.“, erklärt dazu Kreissprecherin Sabine Cremer, „Natürlich würde DIE LINKE auch nicht nur nach den lautesten Schreihälsen entscheiden, aber Politik muss doch die Menschen im Auge behalten. Und genau da sind eben eine Biogasanlage und eine Sozialeinrichtung nicht vergleichbar.“

Mit dem Café Pflaster wurde für Menschen ein Hilfeangebot geschaffen, zu dem die Stadt verpflichtet ist – und nicht nur rechtlich, sondern vor allem moralisch. „Menschen werden von der Straße geholt und bekommen wieder eine faire Chance ihr Leben menschenwürdig in den Griff zu bekommen“, so Cremer, “Wenn da gegen wenige Nachbarn so ein Angebot realisiert wird, dann ist das richtig. Und die Erfahrung heute zeigt auch, die Kritiker sind verstummt und negative Auswirkungen gibt es nicht, positive schon.“

Cremer stand schon 2008 an den Infoständen um für das Café Pflaster zu werben, und weiß zu berichten, dass damals die Mehrheit der Bevölkerung für dieses Angebot war. „Aber bei der Biogasanlage gibt es einfach keinen gesellschaftlichen Sinn“, ergänzt Ratsherr Helmut Schaper, „Warum sollte gegen einen ganzen Stadtteil und gegen jegliche ökologische Vernunft so etwas durchgezogen werden? Doch nur, weil es um die finanziellen Interessen der NVV und um nichts anderes geht.“

DIE LINKE Mönchengladbach empfindet deswegen den Vergleich von Herrn Beine als hilflosen Versuch, den Protest gegen die Biogasanlage zu diskreditieren. „Das hat nichts mit Respekt vor bürgerlichem Engagement zu tun. Herr Beine darf gerne eine andere Meinung haben, aber er darf nicht die Menschen aus dem Auge verlieren“, so Schaper abschließend, „In Wanlo und Umgebung wurden Menschen zu echten Experten, um ökologisch und menschlich das Richtige zu tun. Beim Café Pflaster wurden wenige zu Populisten, um Angst zu schüren. Das ist ein Unterschied, den Herr Beine begreifen sollte.“

 
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