Home arrow DIE LINKE. MG arrow Pressemitteilungen arrow Auch in Mönchengladbach boomen Niedriglöhne!

DIE LINKE. MG

So erreichen Sie uns

Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach

Montag und Dienstag
14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Donnerstag und Freitag
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Montag und Freitag ist Sozialberatung

Weiterer Kontakt hier

Suche

Auch in Mönchengladbach boomen Niedriglöhne! PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. Februar 2011

Aus Anlass des gewerkschaftlichen Aktionstag am 24.02.2011 wiederholt DIE LINKE Mönchengladbach ihre Forderung nach einen gesetzlichen Mindestlohn!

„Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte in Mönchengladbach in dem Niedriglohnsektor arbeiten müssen. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn ist längst überfällig“, erklärt Hartmut Wessels vom Kreisvorstand. Laut einer Anfrage der LINKEN bei der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 17/4590) bekommen in Mönchengladbach ein Drittel aller Bedarfsgemeinschaften Aufstockende Leistungen nach dem SGB II. Es ist eine Schande, dass über 6000 Erwerbstätige zum Ernähren ihrer Familie auf Leistungen des Staates angewiesen sind. Und da sind die Erwärbstätigen ohne Bedarfsgemeinschaft noch gar nicht mit eingerechnet.“

Ein Lohn gilt nach Berechnungen der Bundesregierung als niedrig, wenn er unterhalb der Niedriglohnschwelle von derzeit 1.870 Euro in Westdeutschland und 1.367 Euro in Ostdeutschland liegt.

In Anbetracht dieser Zahlen stellt Wessels fest: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich gestoppt werden. Es ist Zeit zu handeln und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro die Stunde einzuführen. Dieser würde die Löhne von rund sieben Millionen Menschen bundesweit anheben. Hinzu kommt: Spätestens ab dem 1. Mai 2011 ist ein gesetzlicher Mindestlohn unumgänglich. Ab diesem Zeitpunkt fallen die Schutzregelungen im Rahmen der europäischen Arbeitnehmer- und Dienstleistungsfreizügigkeit fast vollständig weg. Es muss verhindert werden, dass Unternehmen dies für Lohndumping zulasten der Beschäftigten ausnutzen können. Die Bundesregierung bleibt bisher aber untätig. Der Druck muss erhöht werden, damit sie ihren Lobbyismus für die Arbeitgeber beendet. Die Beschäftigten dürfen nicht weiter im Regen stehen gelassen werden. Die LINKE begrüßt deshalb den Aktionstag der Gewerkschaften für sichere und faire Arbeit am 24. Februar.“

Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nutzt nicht nur den Beschäftigten. Auch die öffentlichen Haushalte würden entlastet. Zu niedrige Löhne werden laut Zahlen der Bundesregierung vom Juni 2010 in Mönchengladbach monatlich mit 5.368.841 Euro ergänzende Hartz IV-Leistungen aus Steuermitteln für 6.030 Aufstocker/innen-Haushalte aufgestockt. Also wird Durchschnittlich jede dieser betroffenen Bedarfsgemeinschaft mit 890 Euro pro Monat unterstützt. "Diese Gelder sind indirekte Subventionen für die Firmen, die Hungerlöhne Zahlen", endet Wessels.

 
< zurück   weiter >