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Wie sauber ist unser Trinkwasser? PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 21. November 2010

Einer Monitor-Reportage am Donnerstag 18.11.2010 zufolge, könnte sauberes Trinkwasser bald Mangelware sein. Dies hat DIE LINKE. Mönchengladbach mit großer Besorgnis aufgenommen.

Verschiedene Unternehmen, darunter die Firma Exxon Mobil, haben offensichtlich die behördliche Erlaubnis, in großen Teilen Nordrhein-Westfalens nach Erdgas zu suchen, und dies auch in Wasserschutzzonen der höchsten Stufe. Bei den Probebohrungen, die bereits verschiedentlich durchgeführt werden und auch bei der späteren Förderung im Falle eines Fundes, bedient man sich des so genannten Frackings. Einer Methode, bei der große Mengen Wasser vermischt mit Sand mittels hohen Drucks tief in den Untergrund gepumpt werden. Dabei entstehen Risse, durch die das Gas freigesetzt wird. Oft werden bei diesem Vorgang gefährliche Chemikalien beigemischt, um die Pumpwege freizuhalten. Ein kleinerer Teil des eingesetzten Wassers bleibt im Boden und große Teile kommen wieder an die Oberfläche, die dann als Abwasser wieder in den Boden gepumpt werden, ohne es vorher von den beigemischten Chemikalien zu reinigen. Durch die Risse im Erdreich können diese hochgiftigen Stoffe dann ins Grundwasser und damit in unser Trinkwasser gelangen.

Das Ganze geschieht von der Bevölkerung weitestgehend unbemerkt, denn das Bergrecht, welches hier in Kraft tritt sieht keine Information der Bürgerinnen und Bürger vor. Auch die Rechte der Betroffenen, Unterlagen einzusehen, sind äußerst eingeschränkt. Nichtmal die Wasserversorger, die das Trinkwasser für Millionen Menschen aufbereiten, werden über diese Vorgänge informiert. „Dies kann man nur als Skandal bezeichnen“, empört sich Kreissprecherin Sabine Cremer, die gleichzeitig für DIE LINKE. Mönchengladbach Mitglied im Umweltausschuss ist. „denn laut dem Umweltbundesamt gehören die beigemischten Chemikalien nicht ins Trinkwasser und sind zum Teil toxisch. Über solche Vorgänge muss die Öffentlichkeit dringend informiert werden“ Noch deutlicher macht es die Aussage der Wasserbehörde Hagen, NRW. Demzufolge werden sogar Chemikalien der Wassergefährdungsklasse 3 beigemischt, der höchsten Wassergefährdungsklasse!

Exxon Mobil unterdessen sieht keinerlei Gefährdung des Trinkwassers, da die Chemikalien ja im Wasser verdünnt würden. Die verunreinigte Flüssigkeit sei nach Chemikalienrecht nicht kennzeichnungspflichtig und daher nicht giftig und nach Wasserrecht nicht gefährdend. „Das ist ja interessant“, kann sich Bernhard Clasen, Ratsherr DIE LINKE. Mönchengladbach, nur wundern „was man nicht kennzeichnen muss, kann auch nicht giftig sein. Es sind immer wieder die gleichen Methoden mit denen solche Firmen, ob sie nun RWE, Exxon Mobil oder sonst wie heißen, den Schaden, den sie den Menschen und der Natur zufügen, verharmlosen wollen.“ Kurz darauf fällt ihm noch ein „Exxon? War da nicht schon mal was?“

 
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