Hauptstraße 2
41236 Mönchengladbach
Dienstag
10.30 bis 12.30 und 14.30 bis 16.30 Uhr
Mittwoch bis Freitag
10.00 bis 12.00 und 16.00 bis 18.00 Uhr
Dienstag und Freitag ist Sozialberatung
| Eine gebührende Ehrung |
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| Montag, 18. Oktober 2010 | |
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Am 17.10.2010 wurde am Selma-Horn-Weg in Odenkirchen ein Zusatzschild enthüllt, das an das Schicksal von Selma-Horn erinnert.
Mitglieder der LiLO – Linke Liste Mönchengladbach - hatten das Zusatzschild bei der Stadt in Auftrag gegeben. Mit der Benennung der Straße nach Selma Horn sollen auch den vielen weiteren ermordeten Odenkirchener Frauen und Männer eine gebührende Ehrung zuteil werden.
Ausgangspunkt für den Antrag der LiLO in der damaligen Bezirksvertretung Odenkirchen, eine Straße nach einer jüdischen Mitbürgerin in Odenkirchen zu benennen, war die Tatsache, dass 1991 eine Straße nach Hans Martin Schleyer benannt wurde. Hanns Martin Schleyer war Oberscharführer der SS, Leiter des Reichstudentenwerkes, ab 1937 Schulungsleiter der 13. SS Reiterstandarte und ab Kriegsbeginn 1939 in Böhmen und Mähren für die Rekrutierung von Zwangsarbeiter für die deutsche Rüstungsindustrie zuständig. Guido Paganetti, der Enkel von Selma Horn, schilderte in seinem Beitrag bei der Enthüllung des Zusatzschildes den Lebens- und auch Leidensweg seiner Oma.
Selma Horn war das 10. Kind ihrer Eltern. Ihr Vater betrieb eine Textilfabrik an der Ruhrfelder Straße. Nach der Heirat mit Felix Horn errichtete ihr Mann eine neue Fertigungsstätte an der Duvenstraße Nr. 104. Am 25.7.1942 wurden die Eheleute Horn zusammen mit 120 weiteren Juden aus dem Mönchengladbach, Rheydt und Wickrath nach Theresienstadt deportiert. 1943 kamen beide im Lager in Theresienstadt um. Rolf Flören und Helmut Schaper von links nach rechts: Rolf Flören, Guido Paganetti, Gabriele Paganetti-Weiher, Helmut Schaper bei betrachten eines Fotos von Selma Horn.
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