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Malteser Hilfsdienst - Weitere Ungereimtheiten bei Abrechnungen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 5. Oktober 2010

Immer massiver wehrt sich ein Teil der Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes (MHD) gegen willkürliche Stundenerfassungen, unregelmäßige bis gar keine Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall und an Feiertagen, sowie die angeblichen Urlaubs- und Weihnachtsgelder, welche im Stundenlohn von 5 € bzw. 6,50 € bis zum 31.12.2010 enthalten sein sollen. Diese Missachtung der vereinbarten und abgeschlossenen Arbeitsverträge hat bereits dazu geführt, dass die Gewerkschaft Ver.di gegen den MHD Klage beim Arbeitsgericht einreichen wird. Weiter berichten Mitarbeiter des MHD, das bei Schulfahrdiensten das Fehlen der vorgeschriebenen Begleitung des Öfteren an der Tagesordnung sei und man aufgrund erheblicher Defizite bei den Arbeitsbedingungen es auch nicht gerne sieht, wenn Mitarbeiter sich als Mitglieder bei den Gewerkschaften engagieren. So wurde eine Mitarbeiterin mit Referentenschein die Leitung einer Jugendgruppe beim MHD entzogen.

Zu dem ganzen Geschäftsgebaren des MHD meint Frank Dücker, Ver.di: „Wenn Herr Heidinger, Diözesangeschäftsführer und zuständig für den MHD, meint, wir wären nicht ausreichend über die Sachverhalte informiert, dann irrt er sich. Wahrscheinlich hat er schon vergessen, das ich auf der Versammlung am 07.07. ebenfalls anwesend war!“ Auch die Partei DIE LINKE. Mönchengladbach weist den Vorwurf über fehlende Sachverhalte zurück. „Wir waren und sind nicht nur über Herrn Dücker in der Sache informiert, auch die Mitarbeiter des MHD tragen maßgeblich zu unserem Kenntnisstand über das Verhalten des MHD gegenüber seinen Mitarbeitern bei“, so Mario Bocks, Mitglied der Gesamtfraktion DIE LINKE. Mönchengladbach und Bezirksvertreter für Mönchengladbach-Nord.

Sowohl der Gewerkschaft wie auch dem Bezirksvertreter liegen Dokumente über Abrechnungen mehrerer Mitarbeiter vor, welche die unterschiedlichen Urlaubszahlungen bestätigen. So liegen bei acht verschiedenen Abrechnungen acht verschiedene Zahlungen von Urlaubsgeldern vor. Bei einem Mitarbeiter werden 2,59 € pro Urlaubstag (!) bezahlt, bei anderen 5,71 €, 4,58 €, 6,56 €, 5,99 € und in einem Fall wird gar kein Urlaubsgeld bezahlt. Ein System ist hier nicht zu erkennen, warum Mitarbeiter des MHD bei gleichen, zwar sehr niedrigen Stundenlöhnen, unterschiedliche Urlaubsvergütungen bekommen.

„Wenn Herr Heidinger uns mitteilt, das bei der pauschalisierten Stundenvergütung das Weihnachts- und Urlaubsgeld anteilig enthalten sei, dann kann ich nur feststellen, das bei dem niedrigen Stundenlohn nach Abzug dieser anteiligen Gelder ein Lohn von etwas um die 3 € übrig bleibt, und das ist eindeutig Sittenwidrig“, sagt Mario Bocks. Frank Dücker, stellt ebenfalls klar: “Wenn man sich an geltende Gesetze halten würde, würde der Malteser Hilfsdienst keine Ausschreibungen gewinnen.“

 
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