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Setzt Malteser Hilfsdienst Mitarbeiter unter Druck? PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 22. Juli 2010

Als großer karitativer  Hilfsdienst hat sich der Malteser Mönchengladbach die Gemeinnützigkeit auf die Fahnen geschrieben und handelt nach dem Motto „…weil Nähe zählt.“. Dies scheint aber nicht für die eigenen Mitarbeiter zu gelten. Bereits im Frühjahr des Jahres haben sich mehrere Mitarbeiter des Fahrdienstes des Malteser Hilfsdienstes  an die Gewerkschaft Ver.di wegen Verstöße gegen geltende Arbeitsbedingungen gewandt. Die Gewerkschaft hat daraufhin den geschäftsführenden Vorstand des Malteser Hilfsdienstes aufgefordert, die Regelungen des geltenden Entgeltfortzahlungsgesetzes einzuhalten und umzusetzen.

Darunter zählen u.a. die Vergütungsgruppen mit Regelvergütungsstufen, die Zusammensetzung und die Höhe des Bruttogehaltes einschließlich der festgelegten Zulagen, die auf die Woche bezogenen Arbeitstage oder der Anspruch auf  Erholungsurlaub.

Die Hoffnung einer diesbezüglichen Regelung ohne ein Arbeitsgerichtsverfahrens wollte der Geschäftsführer Heidinger dann in einer gemeinsamen Mitarbeiterversammlung unter Miteinbeziehung der Geschäftsführung des MHD, der Personalleitung der Region NRW sowie Vertreter der Gewerkschaft Ver.di ausloten. Allerdings mit einem doch sehr befremdlichen Geschäftsgebaren inklusive unhaltbarer Forderungen an die Mitarbeiter.

Auf dieser Versammlung, die am 07. Juli 2010 stattgefunden hat, erläuterte der Geschäftsführer Heidinger, das aufgrund der anstehenden Neuausschreibung der Schultouren  eine Forderung von mehr als 5 € die Stunde die Entlassung der Mitarbeiter zufolge hätte, da man dann nicht mehr preisgünstig bei dem anstehenden Bieterverfahren mithalten könnte. Das ein Stundenlohn von 5 € bereits grenzwertig für eine Tätigkeit mit einem hohen Verantwortungsfaktor ist, steht außer Frage. Das Mitarbeiter aber „erpresst“ werden nach dem Motto „entweder du fährst für geringes Geld oder du bist arbeitslos“, ist einem sogenannten Hilfsdienstleister nicht würdig. Zumal anzumerken ist, dass die Mitarbeiter im Fahrdienst vor 4 Jahren noch  6 € die Stunde erhalten haben. Auch dies ist ein lächerlicher Stundenlohn, aber wie man sieht, anscheinend den eigennützigen Maltesern noch nicht eigennützig genug.

Als eine Reaktion auf die von der Gewerkschaft Ver.di eingeforderten Regelungen hat Heidinger eine für den Zeitraum vom 01.07. – 31.12.2010 angekündigte Stundenlohnerhöhung um 1,50 € mündlich zugesagt. Schriftlich liegt darüber nichts vor und eine Rücksprache mit einem Mitarbeiter des Fahrdienstes heute hat ergeben, dass diese Ankündigung ebenfalls nicht umgesetzt wurde.

Fest zuhalten bleibt, dass in diesem Fall die Ausbeutung der Mitarbeiter im Namen der Gemeinnützigkeit ein Skandal ist.

Hier ist auch die kommunale Politik gefordert. Bei einer anstehenden Ausschreibung der Schultouren sollten weder der Vergabeausschuss noch die anderen zuständigen Gremien und der Rat der Stadt Mönchengladbach einen solchen Anbieter zulassen.

Mario Bocks

 
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