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Grünberg-Plädoyer für Studiengebühren ist schändlich PDF Drucken E-Mail
Montag, 28. Juni 2010
DIE LINKE. Mönchengladbach ist schockiert über das Plädoyer für Studiengebühren von Professor Dr. Hans-Hennig von Grünberg, dem Präsidenten der Hochschule Niederrhein. "Unverhohlen lobt Herr Grünberg das durch Studiengebühren Erreichte, ohne auch nur mit einem Wort auf die dadurch entstehende Belastung der Studierenden einzugehen", kritisiert Kreissprecher Torben Schultz, "Herr Grünberg verkennt, dass Studiengebühren als mögliche Zusatzeinnahmen ermöglicht wurden. Jetzt stellt er es so dar, als ob Studiengebühren der wichtigste Grundpfeiler der Hochschulfinanzierung sei."

Hochschulen bekamen die Möglichkeit selber über die Erhebung von Studiengebühren zu entscheiden um damit die Qualität der Lehre zu verbessern. Die Politik versprach damals keine Kürzungen im Bildungsbereich vorzunehmen und die Grundausstattung weiterhin über Landeszuweisungen zu sichern. "Inzwischen werden aus Studiengebühren Bau- und Sanierungsmaßnahmen finanziert. Es werden also infrastrukturelle Pflichtaufgaben des Landes auf die Studierenden abgewälzt", erläutert Schultz, "Dafür müssen Studierende nicht nur den gestrafften Bachelor Studiengang bewältigen, sondern auch noch zusätzlich die Studiengebühren heranschaffen. Dabei ist für die meisten Studierenden schon der normale Lebensunterhalt nicht gesichert."

DIE LINKE. Mönchengladbach lehnt Studiengebühren in jeder Form ab, weil dadurch lediglich die soziale Selektion gefördert wird. Bildung ist keine Ware, sondern unsere Zukunft. Über die Einführung der Millionärssteuer und der Anhebung des Spitzensteuersatzes, über eine Umschichtung vom Rüstungsetat in den Bildungsetat und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ließe sich genug Geld für das Bildungswesen bereitstellen.

"Doch wenn gerade Herr Grünberg über den Wegfall der Studiengebühren jammert ist dies eine dreiste Verkehrung der Tatsachen", sagt Schultz,"War es doch die Hochschule Niederrhein, damals noch unter der Leitung vom Rektor Ostendorf, die den Missbrauch der Studiengebühren perfektioniert hat."

DIE LINKE. Mönchengladbach erinnert daran, dass zur Jahreswende 2008/09 die Hochschule Niederrhein etwa 6 Millionen Euro aus Studiengebühren nicht ausgegeben hatte. Zusätzlich waren zu diesem Zeitpunkt etwa 4 Millionen aus dem allgemeinen Haushalt nicht verausgabt. Dies führte zu einer Rüge durch Andreas Pinkwart (FDP) und es wurde bekannt, dass weitere neun Hochschulen in NRW bei den Studierenden abkassierten um das Geld dann "auf die Hohe Kante zu legen". "Damit die Hochschule Niederrhein weiter Studiengebühren kassieren konnte, folgte nach Bekanntwerden dieses Missbrauchs eine Konsumorgie die ihres Gleichen sucht", so Schultz, "binnen kürzester Zeit wurde das ganze Geld ausgegeben, und ob das immer im Sinne der Studierenden war, ist mehr als fraglich. Damals hätte der Senat der Hochschule mehrfach die Chance gehabt die Studiengebühren zu halbieren oder gleich ganz abzuschaffen. Das wäre den Studierenden direkt und ohne Frage zu Gute gekommen."

 
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