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HDZ - Weniger ist manchmal mehr! PDF Drucken E-Mail
Freitag, 28. Mai 2010

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. zum Handels- und Dienstleistungszentrum (HDZ)

Auf einer gemeinsamen, nichtöffentlichen Sondersitzung mit dem Rat, dem Hauptausschuss, dem Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen, dem Planungs- und Bauausschuss, dem Vergabeausschuss und der Bezirksvertretung Nord sollte nach Anhörung der BV Nord Empfehlungen von den Ausschüssen ausgehen, durch die der Rat der Stadt Mönchengladbach beschließen solle, dass innerhalb des Vergabeverfahrens bezüglich des Handels- und Dienstleistungszentrums (HDZ) nur noch mit einem Bieter weiter verhandelt werde.

DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt hat auf der Sitzung ihren Standpunkt noch einmal deutlich formuliert:

„Wir lehnen die in dem Beschlussentwurf formulierte Empfehlung zugunsten eines einzelnen Bieters (hier mfi) ab. Die Ablehnung beruht nicht darauf, dass wir das Angebot eines Bieters bevorzugen, sondern sie beruht auf unsere grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber dem HDZ-Großprojekt.“

Schon am 29. September 2008 haben die Ratsmitglieder der Linken Liste (LiLO) gegen den Ratsbeschluss gestimmt, der den Weg für das HDZ geebnet hat. „Wir glauben, dass der Bau eines weiteren Konsumtempels mit einer zusätzlichen Fläche von 25.000 qm im Herzen der Innenstadt in den Auswirkungen auf die gesamte Stadt negativ zu bewerten ist.“ Martin Selt – Mitglied des Bau- und Planungsausschusses. Durch das HDZ werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, sondern im besten Fall Arbeitsplätze verschoben. Von Kinder- und Familienfreundlichkeit kann keine Rede sein, wenn die Außenbezirke und die Rheydter Innenstadt aufgrund der Konkurrenzsituation durch das HDZ an Kaufkraft und in Folge an Handel- und Dienstleistung verliere. Familien hätten längere Anfahrtswege. Gerade für finanzschwache Familien, die nur eingeschränkt mobil sind: eine Zumutung. „Wir werden unsere Haltung konsequent weiterverfolgen – bei uns gibt es kein Wortbruch, wie es bei den Grünen stattgefunden hat!“ so Selt weiter.

Die ebenfalls erwartete Angleichung an das Erscheinungsbild anderer Städte mit dem immer gleichen Konsortium an Geschäften spricht nicht für eine eigene spezifische Identität der Stadt Mönchengladbach. „Das Erscheinungsbild wird beliebig und austauschbar mit anderen Städten.“ Mario Bocks – Mitglied der BV Nord. „Obwohl schon jetzt erhebliche Leerstände in der Theatergalerie und auf der Hindenburgstr. zu verzeichnen sind, werden nicht die Ursachen angegangen. Stattdessen soll hier der „Turm von Babel“ gebaut werden, nur weil es schön aussieht!“

Auch aus finanzpolitischer Sicht ist das HDZ nicht sinnvoll. „In unserer derzeitigen Haushaltssituation reden Verwaltung und alle anderen Parteien von Sparen und doch wollen sie alle das HDZ.“ Erik Jansen – Mitglied im Vergabeausschuss. Durch den weiteren Ausbau der Infrastruktur und der Platzgestaltung um das HDZ ist eine hohe Kostenbeteiligung der Stadt absehbar. „Es ist absolut unverständlich, dass an diesem Projekt festgehalten wird, obwohl der Fachbereich Rechnungsprüfung in anderen Angelegenheiten schon jetzt ökologische und kulturelle Maßnahmen wegen den damit verbunden Kosten kritisiert.“

Nicht zuletzt wegen der Verschlechterung der finanziellen Situation der Stadt, sollten der Rat der Stadt Mönchengladbach und die betreffenden Gremien sich noch mal um eine Neuorientierung in dieser Angelegenheit bemühen.

Denn hier gilt definitiv: Weniger ist manchmal mehr!

 
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